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Papst Leo XIV.
Reise
Bild Copyright: © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA

Papst Leo XIV. sagt Teilnahme am Friedenstreffen in Assisi ab

23.10.2026 10:45
Vatikan/Italien/Papst/Gesundheit/Krieg/Frieden/Religionsdialog
Brustkorb-Röntgen bestätigt "ausgezeichneten" Verlauf von postoperativer Genesung - Ärzte raten aber vorsorglich von Helikopterflug nach Assisi am kommenden Dienstag ab
Vatikanstadt, 23.10.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat nach seiner Lungenoperation seine für Dienstag (27. Oktober) geplante Teilnahme an einem Friedensgebet in Assisi abgesagt. Dies geschehe vorsorglich auf Anraten der Ärzte, teilte der Vatikan am Freitag mit. Für den Besuch war ein Hubschraubertransfer in die mittelitalienische Stadt vorgesehen. Der 71-jährige Papst hatte sich am 13. Oktober einem Eingriff unterziehen müssen, bei dem ein Lungentumor entfernt wurde. Vom 6. bis 17. November plant Leo XIV. eine Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru.

Der Vatikan erklärte gleichzeitig, die Genesung von Leo XIV. verlaufe "ausgezeichnet". Dies habe auch eine weitere wie geplant durchgeführte Röntgenuntersuchung des Brustkorbs bestätigt. Um die Erholung zu fördern, hätten die behandelnden Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora aber dazu geraten, dass der Papst auf den Helikopterflug nach Assisi verzichtet. Der international bekannte Wallfahrtsort liegt 130 Kilometer nördlich von Rom.

Papst übermittelt Botschaft

Statt persönlich zugegen zu sein, werde Leo XIV. eine Botschaft übermitteln, hieß es weiter. Anlass ist der 40. Jahrestag des Welttreffens der Religionen für den Frieden, das Johannes Paul II. 1986 initiierte. Geplant war, dass Leo XIV. und das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I., mit Vertretern weiterer christlicher Kirchen in der Basilika San Francesco beten.

Insgesamt werden 80 Vertreter verschiedener Religionen einen gemeinsamen Friedensappell an die Welt richten. Appell und Friedensgebet sind Schluss- und Höhepunkt eines federführend von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisierten dreitägigen internationalen Friedenstreffens. Von Sonntag bis Dienstag kommen dazu rund 380 Persönlichkeiten aus Religion, Kultur und Politik aus 53 Ländern in Assisi zusammen. Insgesamt werden an die 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet, unter ihnen auch mehrere Gruppen aus Österreich.

So reisen unter anderem Jugendliche und Studierende aus Wien und Innsbruck, kirchliche Vertreter sowie Menschen mit Fluchterfahrung aus der Ukraine, Syrien und dem Libanon an. Bischof Wilhelm Krautwaschl nimmt mit einer Ministrantengruppe aus Graz teil, Pfarrer Franz Troyer aus Innsbruck mit einer Pilgergruppe.
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