Gedenkveranstaltung der Initiative "Vergissmeinnicht - Die Initiative für das gute Testament" am Wiener Friedhof Hietzing - Jeder neunte Spendeneuro stammt aus einem Testament
Wien, 24.10.2026 (KAP) Mit einer Gedenkveranstaltung am Wiener Friedhof Hietzing hat die Hilfsorganisation "Jugend Eine Welt" verstorbenen Testamentsspenderinnen und -spendern gedankt. Geschäftsführer Reinhard Heiserer erinnerte in einer Aussendung an das Engagement jener Menschen, die die Arbeit der Organisation über ihren Tod hinaus unterstützen. Testamentsspenden ermöglichten es, benachteiligten Kindern und Jugendlichen weltweit Zugang zu Bildung und bessere Zukunftsperspektiven zu eröffnen.
Das jährliche Erinnerungsevent der Initiative "Vergissmeinnicht - Die Initiative für das gute Testament" fand heuer am 22. Oktober statt. Zahlreiche gemeinnützige Organisationen gedachten dabei gemeinsam jener Menschen, die sie in ihrem Testament bedacht hatten. Für "Jugend Eine Welt" hat der Friedhof Hietzing eine besondere Bedeutung: In der Nähe des Eingangs an der Maxingstraße befindet sich eine Gedenkstätte, an der die Organisation ihrer verstorbenen Testamentsspender, Förderer und Projektpartner gedenkt.
Im Zentrum der Gedenkstätte steht eine lebensgroße Statue des Jugendheiligen Don Bosco, geschaffen vom Tiroler Künstler Isidor Winkler. Die Figur zeigt Don Bosco im Kreis dreier Kinder. Symbole wie ein Buch, eine Zange und ein Ball stehen für Lernen, Ausbildung und Spiel. Sie verweisen auf die weltweite Arbeit von "Jugend Eine Welt", die jungen Menschen durch Bildungsangebote und Unterstützung neue Perspektiven eröffnen will.
"Immer mehr Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter entscheiden sich dazu, mit einer Testamentsspende zugunsten von 'Jugend Eine Welt' jungen Menschen aus der Armut zu helfen", erklärte Heiserer. Das entgegengebrachte Vertrauen berühre ihn sehr. Mit der Gedenkveranstaltung wolle die Organisation den Verstorbenen danken und ihr Engagement in Erinnerung halten.
Vermächtnis für Bildungsprojekte
Als Beispiel nannte Heiserer die kürzlich verstorbene Olga H., die "Jugend Eine Welt" testamentarisch bedacht hatte. Die Oberstudienrätin war als Lehrerin am Militärrealgymnasium in Wiener Neustadt tätig und habe mit Empathie, Humor und verbindenden Werten zahlreiche junge Menschen geprägt. Mit ihrer Testamentsspende unterstütze sie nun die Bildungsprojekte der Don-Bosco-Organisation. Heiserer würdigte sie als engagierte Pädagogin und langjährige Wegbegleiterin von Jugend Eine Welt.
Die Bedeutung testamentarischer Zuwendungen für gemeinnützige Zwecke nimmt in Österreich zu. Nach Angaben der Initiative "Vergissmeinnicht" stieg das jährliche Aufkommen an Testamentsspenden auf mittlerweile rund 122 Millionen Euro. Damit stammt bereits jeder neunte Spendeneuro aus einem Testament.
Gleichzeitig fühlen sich laut der Initiative fast 60 Prozent der österreichischen Bevölkerung wenig oder gar nicht über das Erbrecht informiert. "Jugend Eine Welt" setzt sich daher gemeinsam mit "Vergissmeinnicht" dafür ein, über die Möglichkeiten des gemeinnützigen Vererbens aufzuklären.
Eine Testamentsspende biete die Möglichkeit, über das eigene Leben hinaus soziale Projekte zu fördern und langfristig Chancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu schaffen. "Jugend Eine Welt" stellt dazu einen kostenlosen Testamentsratgeber zur Verfügung und informiert über die Möglichkeiten gemeinnütziger Testamentsspenden sowie über kostenlose Informationsveranstaltungen mit Notaren. (Infos: www.vergissmeinnicht.at)