Landesweit Bestürzung nach Attentat auf Angehörige der christlichen Minderheit in Jordanien
Amman, 24.10.2026 (KAP/KNA) Die Zahl der Toten bei dem Anschlag auf eine christliche Gemeinde in Jordanien ist auf acht gestiegen. Eine Person erlag ihren schweren Verletzungen, wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) am Samstag unter Berufung auf die jordanische staatliche Nachrichtenagentur Petra und den Leiter des Prinz-Ali-Militärkrankenhauses in Karak meldete. 40 Menschen wurden nach amtlichen Angaben bei dem Schusswaffenattentat auf eine Beerdigungsfeier im südjordanischen Dorf Hamoud am Freitag verletzt.
Landesweit äußerten Institutionen und Gruppen Bestürzung und appellierten an den Zusammenhalt der Gesellschaft. Jordaniens König Abdullah II. hatte die Tat bereits am Freitag als "Terroranschlag" bewertet und "härteste Vergeltung" angekündigt. Wer sich der Illusion hingebe, das jordanische Volk spalten zu können, werde keine Chance haben. Abdullah II. und andere Mitglieder des Königshauses bezeichneten die christlichen Anschlagsopfer als "Märtyrer".
Regierungssprecher Mohammad Momani betonte in einer Pressekonferenz, Christen seien in Geschichte und Identität Jordaniens "tief verwurzelt". In dem Königreich bekennen sich 95 Prozent der Bevölkerung zum Islam, etwa 4 Prozent sind Christen unterschiedlicher Konfessionen.
Vertreter islamischer Organisationen und Verbände in der Provinz Tafila, südlich der Region, in der der Anschlag stattfand, verurteilten laut der Agentur Petra am Samstag einhellig die Tat als "Tragödie für alle Jordanier" und als Versuch, Zwietracht zu säen. Das Töten Unschuldiger widerspreche den Lehren der Religionen und den Werten der jordanischen Gesellschaft.
Mahnungen zum Kampf gegen Extremismus und zur Wahrung von Einheit und Rechtsstaatlichkeit kamen auch von Hochschulvertretern und hochrangigen Militärs.
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