Evangelische Hoffnungskirche will damit "zeigen, dass Zeit einen Wert hat"
Würzburg, 24.10.2026 (KAP/KNA) Eine ungewöhnliche Aktion zur Zeitumstellung führt die evangelische Hoffnungskirche in Würzburg durch: Mit einem Nachtgottesdienst wolle man zeigen, "wie wertvoll diese geschenkte Stunde ist", sagte Ursula Henning, die den Gottesdienst leiten wird, dem Kölner katholischen Portal domradio.de.
Unter dem Motto "Halt die Welt an, stopp die Zeiger der Uhren" aus einem alten Hit von Vicky Leandros wolle man "zeigen, dass Zeit einen Wert hat", fügte sie hinzu: "Man kann diese zusätzliche Stunde in der Nacht verschlafen, aber auch viel mehr damit machen. Man kann diesen Gottesdienst feiern und Zeit bewusst erleben."
Die meisten Menschen täten das viel zu selten, so Henning weiter: "Entweder rennt uns die Zeit davon oder wir denken: Hoffentlich ist sie bald vorbei. Dabei kann man sich viele Gedanken über die Zeit machen."
Im Vorprogramm ab 22 Uhr wolle man unter anderem aus dem Buch "Momo" lesen, in dem es ja um Zeitdiebe gehe, ergänzte sie: "Wir wollen zeigen, dass Kirche mehr ist als nur der Sonntagsgottesdienst, der nach einem mehr oder weniger strengen Programm und Ritus abläuft. Kirche kann ganz anders sein. Man kann sich ihr auf eine ganz andere Weise wieder nähern."
Die Nacht zum Sonntag ist eine Stunde länger, da die Uhren zum Ende der Sommerzeit um drei Uhr um eine Stunde zurückgestellt werden.