Kirchenhistorikerin Sohn-Kronthaler sammelt Erinnerungen an die Grazer Katholisch-Theologische Fakultät seit 1945
Graz, 25.10.2026 (KAP) Erinnerungen von Zeitzeuginnen und -zeugen an die Grazer Katholisch-Theologische Fakultät seit 1945 werden nun im Rahmen eines Oral-History-Projekts am Grazer Institut für Kirchengeschichte und Kirchliche Zeitgeschichte systematisch gesammelt. Das von der Institutsleiterin Prof. Michaela Sohn-Kronthaler initiierte und geleitete Projekt ist Teil ihrer fakultätsgeschichtlichen Forschungen. Im Mittelpunkt stehen persönliche Erinnerungen und individuelle Wahrnehmungen. Auf diese Weise könne auch abseits schriftlicher Quellen ein differenzierteres Bild der Vergangenheit gezeichnet werden, erklärte die Grazer Kirchenhistorikerin gegenüber Kathpress.
Mit Hilfe der Oral-History-Methode werden nun weitere Personen befragt, die mit der Grazer Katholisch-Theologischen Fakultät in Beziehung standen oder stehen: als Lehrende, als Absolventinnen und Absolventen, als Mitarbeitende im nichtwissenschaftlichen Bereich sowie durch ihre enge Zusammenarbeit mit der Fakultät. Die Entwicklung der Fakultät soll laut Sohn-Kronthaler in Forschung und Lehre, in personeller Hinsicht, in Bezug auf Fachdisziplinen, Schwerpunktsetzungen und Veränderungen möglichst breit dokumentiert und analysiert werden.
Gefragt werde u. a. nach Beweggründen für die Studienwahl, nach Relevanz des Studiums für den eigenen persönlichen Lebensweg wie auch für den Beruf. Theologie-Absolventinnen und -Absolventen waren und sind bekanntlich nicht nur im kirchlichen Dienst, wie etwa in der Seelsorge und im Religionsunterricht sowie in der Diözesan- und Ordensleitung beruflich verankert, sondern auch in Medien, Politik, Wissenschaft und im sozialen Bereich.
Auszüge aus den Gesprächen mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden kontinuierlich auf der Website des Kirchengeschichte-Instituts präsentiert und darüber hinaus via Social Media verbreitet. Geplant sei auch eine umfassende Publikation dieser Gespräche.