Zahl der christlichen Todesopfer nach islamistischem Anschlag bei Karak stieg auf neun
Amman, 25.10.2026 (KAP/KNA) Die Opfer des Anschlags auf eine christliche Gemeinde in Jordanien sind am Sonntag in ihrer Heimat im Dorf Hamoud beigesetzt worden. Das staatliche jordanische Fernsehen übertrug die Überführung der Särge live. Unterdessen starb am Samstag eine weitere Person, die bei dem Schusswaffenattentat von Islamisten am Freitag verletzt worden war. Damit erhöhte sich die Zahl der Getöteten auf neun, wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) am Sonntag berichtete.
Die jordanische Regierung unter Ministerpräsident Jafar Hassan begann ihre Kabinettssitzung am Sonntag mit einem islamischen Gebet für die Verstorbenen. Hassan sagte laut dem Sender Al-Mamlaka, alle staatlichen Stellen arbeiteten daran, die Verantwortlichen für das Verbrechen in der Provinz Karak zu fassen.
Der Ministerpräsident erklärte weiter, in den vergangenen vier Jahrzehnten habe sich ein Islamismus verbreitet, der andere zu Ungläubigen abstempele. Man müsse intensiver auf die Ausrottung dieses Extremismus an der Wurzel hinarbeiten. Solche Haltungen hätten in Jordanien und seiner Gesellschaft keinen Platz.
Das Attentat auf Angehörige der christlichen Minderheit in Jordanien ist beherrschendes Thema im Land. Die Regierung kündigt Härte gegen die Täter an, zahlreiche Gruppen weltweit bekunden Solidarität mit den Opfern - von Burkhard Jürgens
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