Papst betet für Opfer des Terroranschlags in Jordanien
25.10.202613:09
(zuletzt bearbeitet am 25.10.2026 um 14:53 Uhr)
Vatikan/Terrorismus/Papst/Mittagsgebet
Leo XIV. bei Mittagsgebet in Rom: Jordanien zeichnet sich durch friedliches Zusammenleben und gegenseitige Achtung der Religionen aus - Blick auch auf dramatische Lage im Jemen
Vatikanstadt, 25.10.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat für die Opfer des Terroranschlags auf Christen in Jordanien gebetet. Er sei der griechisch-orthodoxen Gemeinde und dem ganzen Land nahe, sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet in Rom. Jordanien zeichne sich durch ein friedliches Zusammenleben und gegenseitige Achtung der Religionen aus.
Zur gleichen Stunde wurden in Jordanien die Getöteten des Schusswaffenattentats vom Freitag in ihrem Dorf Hamoud beigesetzt. Ministerpräsident Jaafar Hassan nahm im Namen von König Abdullah II. an der Trauerfeier teil und legte einen Kranz nieder. Auch zahlreiche muslimische Geistliche wohnten der Beerdigung bei.
Militärangehörige trugen die Särge, die in Landesfahnen gehüllt waren. Zu Ehren der Verstorbenen wurden Salutschüsse abgefeuert. Das staatliche Fernsehen übertrug die Zeremonie live.
Aufruf zum Ende der Gewalt im Jemen
Angesichts der dramatischen Lage hat Papst Leo XIV. außerdem zu einem Ende der Kampfhandlungen im Jemen aufgerufen. Besonders in der Stadt Tais leide die Bevölkerung unter dem Mangel an Trinkwasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. Er verfolge mit Sorge die schwere humanitäre Krise, sagte er beim Mittagsgebet. Den Jemeniten und allen Völkern der Region müsse ermöglicht werden, in Frieden zu leben.
Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen belagern die südjemenitische Stadt Tais im Zuge ihrer Bemühungen, den Zugang zum Roten Meer und damit eine global wichtige Handelsroute unter ihre Kontrolle zu bringen. Auch die Vereinten Nationen sind besorgt über eine drohende humanitäre Katastrophe für Hunderttausende Einwohner.
Das Attentat auf Angehörige der christlichen Minderheit in Jordanien ist beherrschendes Thema im Land. Die Regierung kündigt Härte gegen die Täter an, zahlreiche Gruppen weltweit bekunden Solidarität mit den Opfern - von Burkhard Jürgens
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