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Andreas G. Weiß bei Festvortrag zum Jubiläum 50 Jahre Brixner Theologische Kurse
Bild Copyright: © PTH Brixen

Experte: Theologische Erwachsenenbildung soll den Blick verändern

26.10.2026 14:15
Italien/Österreich/Erwachsenenbildung/Theologie/Hochschule
Brixner Theologische Kurse feierten 50-jähriges Bestehen
Brixen, 26.10.2026 (KAP) Theologische Erwachsenenbildung soll Wissen vermitteln, aber auch gewohnte Sichtweisen hinterfragen und den Glauben mit dem Leben verbinden. Das hat Andreas G. Weiß, Direktor des Katholischen Bildungswerks Salzburg, beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Brixner Theologischen Kurse in Südtirol betont. "Theologische Erwachsenenbildung darf und soll ver-rücken. Sie verändert den Blick der Menschen und bringt kirchliche wie theologische Selbstverständlichkeiten in Bewegung", sagte Weiß bei der Jubiläumsveranstaltung am Wochenende an der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) Brixen.

Die persönliche Lebenserfahrung sei dabei von zentraler Bedeutung. "Der größte Schatz theologischer Bildung steht in keinem Bücherregal. Es ist das Leben der Menschen, in dem das Evangelium neu zu sprechen beginnt", erklärte Weiß laut PTH-Aussendung vom Montag. Den Festvortrag hielt Weiß unter dem Titel "glauben.leben.lernen. Die Welt als heiliger Boden erwachsenen Glaubens".

Die Brixner Theologischen Kurse wurden 1976 gegründet. Sie gingen aus der damaligen Auseinandersetzung um die Zukunft der Theologischen Lehranstalt Brixen hervor. Direktor Christoph J. Amor erinnerte beim Festakt zum 50-Jahr-Jubiläum an die Anfänge. Die Kurse vermittelten nicht nur Glaubenswissen, sondern stärkten auch die Gemeinschaft. Mit Blick auf die Zukunft verwies er auf die damalige Devise: "Nicht aufgeben, sondern umbauen und ausbauen".

Der Südtiroler Bischof Ivo Muser hob die Bedeutung theologischer Bildung für Menschen hervor, die nach Sinn, Orientierung und Hoffnung suchen. Theologie helfe, den Glauben zu durchdenken und mit dem Alltag zu verbinden. Zugleich seien die Kurse ein Ort der Begegnung. Aus gemeinsamem Lernen und Diskutieren entstünden Beziehungen und Freundschaften, die oft über die Kurszeit hinaus Bestand hätten.

Muser erinnerte auch an seine eigene Zeit als Professor an der Hochschule. Die Begegnungen mit den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern hätten ihn geprägt. Als Lehrender habe er "nicht nur gegeben, sondern mindestens ebenso viel empfangen". Grußworte bei der Jubiläumsfeier sprach neben Muser u.a. auch Hochschuldekan P. Martin M. Lintner.
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