Neben Beitrag der Religionen zum Frieden sind auch die Einflüsse neuer technologischer Entwicklungen und des Klimawandels auf Konflikte Thema
Assisi, 26.10.2026 (KAP) Mit zahlreichen Vorträgen und 16 international und interreligiös besetzten Diskussionsforen ist am Montag das Weltfriedenstreffen der Religionen in Assisi fortgesetzt worden. Dabei sprachen neben Vertretern unterschiedlicher christlicher Konfessionen Juden, Muslime, Buddhisten, Hindus, Sikhs und Vertreter anderer Gemeinschaften.
An den Debatten beteiligten sich zudem Wissenschaftler, Publizisten, Gewerkschafter, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und einzelne Regierungsvertreter. Auch die Gates-Stiftung war mit zwei Rednern vertreten.
Die Foren wurden in unterschiedlichen Räumen im Umfeld der Franziskus-Basilika von Assisi organisiert und per Video-Stream übertragen. Das Treffen findet 40 Jahre nach dem ersten Weltgebetstreffen für den Frieden statt, das Papst Johannes Paul II. 1986 vor dem Hintergrund der damaligen atomaren Ost-West-Konfrontation einberief.
Zu den Themen gehörten neben dem Beitrag der Religionen zum Frieden auch die Einflüsse neuer technologischer Entwicklungen und des Klimawandels auf Konflikte. Den veränderten Einfluss der Medien behandelte ein Forum mit dem Titel "Medien, Narrative und Macht im digitalen Zeitalter".
Nach weiteren Vorträgen und Debatten ist am Dienstagnachmittag der feierliche Abschluss des Treffens mit dem Friedensgebet der Religionsvertreter vorgesehen. In Assisi soll Papst Leo XIV., der wegen seiner Rekonvaleszenz nach einer Krebsoperation nicht an dem Treffen teilnehmen kann, mit einer eigenen Botschaft zu Wort kommen. Ranghöchster Vertreter christlicher Kirchen bei dem Treffen ist wegen der Abwesenheit des Papstes der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I.