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Salzburger Dom in der 'Red Week'
Religionsfreiheit
Bild Copyright: © Hiwa Naghshi/Erzdiözese Salzburg

Red Week: Österreich setzt sichtbares Zeichen für verfolgte Christen

27.10.2026 15:35
Österreich/Kirche/Religiöse Diskriminierung/Religionsfreiheit
220 Millionen Christen laut "Kirche in Not" religiöser Verfolgung ausgesetzt - Messe mit chaldäischem Bischof Warda am 15. November im Wiener Stephansdom, Gebetszug mit Friedensgebet in Votivkirche am 17. November
Wien, 27.10.2026 (KAP) Von 15. bis 22. November erstrahlen wieder weltweit tausende Kirchen, Klöster oder öffentliche Gebäude blutrot, um auf das Schicksal von Millionen unterdrückter und verfolgter Christinnen und Christen aufmerksam zu machen. Laut der veranstaltenden Organisation, dem internationalen katholischen Hilfswerk "Kirche in Not" (ACN), sind derzeit rund 220 Millionen Christen unmittelbarer Verfolgung ausgesetzt. Auch in Österreich werden über 250 Kirchen, Klöster und öffentliche Gebäude als Zeichen der Solidarität in Rot getaucht, teilte das päpstliche Hilfswerk mit. In Wien wird der chaldäische Erzbischof Bashar Matti Warda aus Erbil am 15. November, 12 Uhr, eine Messe im Wiener Stephansdom für bedrängte Christen feiern. Am 17. November findet ein großer Gebetszug mit Friedensgebet in Wien statt.

Die Red Week soll nicht nur auf Christenverfolgung aufmerksam machen, sondern auch den Betroffenen eine Stimme geben. Deshalb berichten auch heuer Christen aus besonders betroffenen Ländern von ihren Erfahrungen. In Österreich wird der irakische Erzbischof Bashar Warda an mehreren Veranstaltungen teilnehmen, über den Terror des "Islamischen Staats" und über die Hoffnung der Christen im Irak berichten.

Unter anderem wird er zusammen mit anderen Vertretern christlicher Kirchen und Gemeinschaften in Österreich am 17. November beim Gebetszug mit Friedensgebet beten. Der Gebetszug startet um 19 Uhr bei der Kroatischen katholischen Mission (1010 Wien, Schulhof 1) und führt zur Votivkirche (1090 Wien, Rooseveltplatz 8). Ab 19.30 Uhr wird Musik in der rot beleuchteten Votivkirche gespielt. Ab 20 Uhr startet das Friedensgebet.

Schon am 16. November werden die österreichische Präsidentschaftskanzlei und am 23. November die Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg rot beleuchtet. Damit soll der Appell für den Schutz verfolgter Christen und des Menschenrechts auf Religionsfreiheit eine der wichtigsten politischen Institutionen Österreichs bzw. Europas erreichen, hieß es seitens "Kirche in Not".

"Kein Mensch darf wegen seines Glaubens ausgegrenzt werden, Gewalt erfahren oder um sein Leben fürchten müssen. Glaube braucht Freiheit - und immer Menschen, die für diese Freiheit eintreten", appellierte Tobias Pechmann, Nationaldirektor von "Kirche in Not" - Österreich, zur Teilnahme. In den vergangenen Jahren habe die Zahl der teilnehmenden Kirchen und Einrichtungen zugenommen. 2025 waren es alleine in Österreich bereits über 230 - heuer gibt es bereits 250 Teilnehmer - "ein Zeichen dafür, dass die Solidarität mit verfolgten Christen und der Einsatz für Religionsfreiheit wachsen", so "Kirche in Not".

Eine Übersicht aller Teilnehmer bietet www.redweek.at. Dort können sich Pfarrgemeinden, Klöster und öffentliche Gebäude anmelden und kostenlos Informations- und Werbematerialien bestellen oder herunterladen.
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