Innsbruck: Interreligiöses Friedensgebet erinnert an Assisi
27.10.202616:52
Österreich/Kirche/Friedensprozess
40 Jahre nach historischem Treffen beteten Religionsvertreter und Politik gemeinsam für Frieden und Verständigung am Domplatz
Innsbruck, 27.10.2026 (KAP) 40 Jahre nach dem von Papst Johannes Paul II. initiierten Friedenstreffen in Assisi, das bei seiner aktuellen Auflage am Dienstag mit der feierlichen gemeinsamen Erklärung seinen Höhepunkt erreichte, hat zeitgleich auch die Diözese Innsbruck zur interreligiösen Friedensbewegung auf den Innsbrucker Domplatz geladen. "Vor 40 Jahren brachte Papst Johannes Paul II. Menschen unterschiedlicher religiöser Traditionen nicht zum theologischen Streit, sondern in der gemeinsamen Sorge um Frieden und die Zukunft unserer Welt zusammen", so der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler. Angesichts von Kriegen, gesellschaftlichen Spannungen und wachsender Unsicherheit sei diese Botschaft heute aktueller denn je.
Gemeinsam beteten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften, der Politik und zahlreiche Besucherinnen und Besucher um den Frieden und hängten kleine Zettel mit persönlichen Bitten und Hoffnungen an einen Olivenbaum als Symbol für Frieden und Versöhnung. Vertreter der Religionsgemeinschaften betonten "die Bedeutung von Dialog, gegenseitigem Respekt und der Bereitschaft, Unterschiede nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung wahrzunehmen", hieß es in einer Aussendung der Diözese Innsbruck.
Bundesrätin Klara Neurauter überbrachte Grüße von Landeshauptmann Anton Mattle und erinnerte daran, dass Frieden nicht allein durch politische Entscheidungen gesichert werden könne, sondern bei jedem Menschen selbst beginne. Sie forderte gegenseitigen Respekt, eine Kultur des Zuhörens und die Bereitschaft, Gemeinsamkeiten vor Trennendes zu stellen: "Der Frieden beginnt im eigenen Haus", sagte sie.
Die Tiroler NEOS-Landessprecherin Birgit Obermüller richtete in ihrer Kurzbotschaft den Blick auf die frühen Prägungen des menschlichen Zusammenlebens. "Frieden fängt im elementaren Bereich an", betonte sie und verwies auf die Bedeutung von Bildung und Erziehung für einen respektvollen Umgang miteinander.
Angekündigt wurde in der Aussendung auch eine Diözesanwallfahrt nach Assisi mit Bischof Glettler vom 17. bis 20. Mai. (Informationen und Anmeldung: pilgerfahrten@dibk.at).