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Russischer Angriff beschädigt Caritas-Gebäude in Kramatorsk

28.10.2026 16:51
Ukraine/Krieg/Hilfsorganisation/Caritas
Mit deutschen Mitteln entstandenes Zentrum war seit 2022 nicht mehr in Betrieb
Kiew, 28.10.2026 (KAP) Ein russischer Angriff mit gelenkten Fliegerbomben hat am 17. Oktober ein Gebäude der Caritas in Kramatorsk in der ostukrainischen Region Donezk beschädigt. Betroffen seien die Fassade, Außenwände, Innenräume und das Metalldach, teilte Caritas Ukraine diese Woche auf Sozialen Medien mit. Neben dem Gebäude sei zudem ein Krater entstanden. Am selben Tag sei auch ein benachbartes neunstöckiges Wohnhaus von einer russischen Munition getroffen worden.

Das Gebäude war mit Mitteln des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erworben worden. Nach Beginn der russischen Großinvasion im Jahr 2022 musste das Team von Caritas Kramatorsk evakuiert und der Betrieb in dem Gebäude eingestellt werden.

Der Direktor von Caritas Kramatorsk, der Priester Vasyl Ivaniuk, habe das Gebäude bewusst erhalten wollen, um nach dem Krieg dorthin zurückkehren und die Arbeit der Organisation in der Region Donezk weiterentwickeln zu können, hieß es. Bereits 2021 hatte der Priester einen Umbauplan in Auftrag gegeben und eine Genehmigung für die Arbeiten erhalten. Vorgesehen war, das bestehende eingeschossige Gebäude um ein Stockwerk zu erweitern. Der gesamte Gebäudekomplex sollte danach rund 1.100 Quadratmeter umfassen. Durch die jüngsten Schäden müsse das Gebäude zunächst instand gesetzt werden, bevor die Pläne umgesetzt werden könnten. An dem Vorhaben wolle er jedoch festhalten, sagte Ivaniuk.

Unterdessen setzt das mehr als 100 Mitarbeiter umfassende Team von Caritas Kramatorsk seine Hilfe für Menschen fort, die vom Krieg betroffen sind. Wegen der verschlechterten Sicherheitslage verlagert die Organisation Teile ihrer Arbeit aus frontnahen Orten in sicherere Gebiete. Dazu zählen Oleksandriwka in der Region Donezk sowie Pereschtschepyne und Schowti Wody in der benachbarten Region Dnipropetrowsk.

Unterstützung für Menschen in der Region leistet auch die Caritas Österreich. Sie finanziert gemeinsam mit der Europäischen Union ein Krisenzentrum von Caritas Kramatorsk, das Menschen in Not mit psychosozialer Beratung und materieller Hilfe unterstützt.
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