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Leo XIV.: Maria als Vorbild für Friedenseinsatz

29.10.2026 09:08
Italien/Papst/Religion/Theologie/Friede
Papst hebt Mutter Jesu als Vorbild für Zuhören und gegenseitige Annahme hervor - Internationale Begegnung in Perugia und Assisi mit zwölf Marienheiligtümern
Rom, 29.10.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat dazu aufgerufen, Maria als Vorbild für Dialog, gegenseitige Annahme und den Einsatz für Frieden neu zu entdecken. Zuhören und Offenheit seien grundlegende Voraussetzungen für einen echten Dialog und einen gemeinsamen Weg zum Frieden, der auf Geschwisterlichkeit beruhe. Das betonte der Papst laut "Vatican News" in einer Botschaft an die Teilnehmer einer internationalen Begegnung zum Thema "Maria - Weg des Dialogs und des Friedens für den Mittelmeerraum".

Das vom Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnete Schreiben wurde anlässlich des Treffens übermittelt, das von der Päpstlichen Internationalen Marianischen Akademie (PAMI) und dem Franziskanerorden gemeinsam mit dem vatikanischen Dikasterium für den Interreligiösen Dialog sowie dem Dikasterium zur Förderung der Einheit der Christen veranstaltet wird.

Die Begegnung begann am Dienstag in Perugia und Assisi, unmittelbar nach dem von der Gemeinschaft Sant'Egidio veranstalteten interreligiösen Treffen zum 40. Jahrestag des sogenannten Geistes von Assisi, und endet am Donnerstag. Vertreter von zwölf Marienheiligtümern aus verschiedenen Teilen der Welt nahmen daran teil. Unter ihnen sind Notre-Dame de Santa Cruz im algerischen Oran, Notre-Dame de la Garde im französischen Marseille, die Verkündigungsbasilika in Nazareth und das Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Libanon in Harissa.

Die Veranstalter sehen in Maria von Nazareth eine gemeinsame Bezugsperson für Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Traditionen. Ziel sei es, ausgehend vom Mittelmeerraum gemeinsam über Frieden nachzudenken und konkrete Schritte zu seiner Förderung zu entwickeln. Angesichts der Kriege und der daraus entstandenen Verletzungen bestehe dringender Handlungsbedarf, erklärten die Organisatoren. Es gelte, Konflikte zu beenden, Wunden zu heilen, Versöhnung zu ermöglichen und Dialog, Frieden sowie Fürsorge zu stärken.

Maria könne dazu beitragen, dass unterschiedliche kulturelle und religiöse Identitäten nicht in Konkurrenz zueinander träten, sondern gemeinsame Ansatzpunkte für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung fänden. Die Veranstalter plädierten dabei für Gewaltfreiheit, Zusammenarbeit und gesellschaftliche Teilhabe.

Ein weiterer Schwerpunkt der Begegnung ist die Rolle von Frauen bei der Förderung von Dialog und Versöhnung. Frauen, die Friedensprozesse gestalten, Menschen aufnehmen und Verständigung ermöglichen, sollten stärker Gehör finden, betonten die Organisatoren.
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