Pfarrer beruft sich auf Ausnahmeregelung im Kirchenrecht
Urda/Toledo, 29.10.2026 (KAP/KNA) Nach dem schweren Zugunglück in Spanien ist es dem Priester der örtlichen Gemeinde offenbar das erste Anliegen gewesen, die sterbenden und schwer verletzten Menschen von ihren Sünden loszusprechen. Der Pfarrer des Dorfes Urda in der Provinz Toledo, wo sich der Unfall am Mittwochmorgen ereignete, erteilte demnach bei Ankunft an der Unfallstelle eine sogenannte Generalabsolution in Todesgefahr, wie Fernando Fernández de Bobadilla dem spanischen Medium ABC erklärte und über das die deutsche Katholische Nachrichtenagentur KNA am Donnerstag berichtete.
Über das Unglück durch einen Anruf informiert, erreichte der Priester nach eigenen Angaben als einer der ersten Menschen die Unfallstelle, noch vor den meisten Rettungskräften. Allen Verstorbenen einzelne Sünden zu vergeben und den Schwerverletzten die Krankensalbung zu erteilen, sei allerdings nicht möglich gewesen. "Ich habe eine Generalabsolution erteilt. In solchen Fällen empfiehlt das der Vatikan", erklärt der Priester. Danach habe er den Einsatzkräften bei der Versorgung von Verletzten geholfen.