Turnusmäßiger Besuch "an den Schwellen der Apostelgräber" vom 3. bis 7. November
Budapest/Vatikan, 30.10.2026 (KAP) Vom 3. bis 7. November werden die ungarischen katholischen Bischöfe ihren turnusgemäßen Ad-limina-Besuch in Rom absolvieren. Der letzte Ad-limina-Besuch (lat. "Visitatio ad limina apostolorum", dt. Besuch an den Schwellen der Apostelgräber) der ungarischen Bischöfe fand im Jahr 2017 statt. Neben Gesprächen und liturgischen Feiern werden die Bischöfe am 5. November in der Petersbasilika mit Papst Leo XIV. eine Heilige Messe für die verstorbenen Kardinäle und Bischöfe konzelebrieren.
Zusätzlich zu den zwölf obligatorischen Dikasterien werden die Bischöfe auch das Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, das Dikasterium zur Förderung der Einheit der Christen, das Dikasterium für die Orientalischen Kirchen sowie die Päpstliche Kommission für den Schutz von Minderjährigen besuchen.
Die Papstaudienz findet am Donnerstag, dem 5. November, um 11 Uhr statt. An diesem Tag wird auch das Mosaik der "Magna Domina Hungarorum" (Großherrin der Ungarn) gesegnet, das die ungarischen Bischöfe dem Papst als Gastgeschenk mitbringen. Es soll in den Vatikanischen Gärten seinen Platz finden, wo es sich in die Reihe der Kunstwerke einfügt, die der Marienverehrung verschiedener Nationen gewidmet sind.
Vorgesehen sind außerdem Begegnungen mit den in Rom lebenden Ungarn, darunter Priestern, Priesterseminaristen, Ordensleuten und Laien. Die Bedeutung des Ad-limina-Besuchs liege auch in der Pflege dieser Gemeinschaft, erklärte Gábor Németh, Sekretär der Bischofskonferenz.
Inhalte der Gespräche mit dem Papst dürften laut Angaben des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Bischof János Székely, gegenüber dem Fernsehsender "Szent István" u.a. das Seligsprechungsverfahren für Kardinal József Mindszenty und die Situation der ungarischen Minderheiten sein. Hier engagiere sich die Kirche insbesondere in der Roma-Seelsorge u.a. mit offenen Häusern und Betreuungs- sowie Unterstützungsangeboten für Kinder und Roma-Studierende.
Stichwort "Ad limina"
Alle fünf bis sieben Jahre sind die katholischen Bischöfe aus aller Welt laut Kirchenrecht zu einem sogenannten Ad-limina-Besuch im Vatikan verpflichtet. Zweck ist, dass die Bischöfe eines Landes den Papst über die Situation in ihren Diözesen informieren. Neben den Gesprächen mit dem Papst sind Treffen in den Vatikanbehörden vorgesehen.
Diese Besuche gehen auf traditionelle Reisen zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus in Rom zurück, auf Lateinisch "Visitatio ad limina apostolorum" (Besuch an den Schwellen der Apostelgräber). Daraus entstand die Kurzformel "ad limina". Auch heute noch sind Messfeiern an den Apostelgräbern im Petersdom und St. Paul vor den Mauern fester Bestandteil des Besuchsprogramms.
Durchschnittlich machen sich jedes Jahr rund 500 Bischöfe aus Bischofskonferenzen verschiedenster Länder auf den Weg in den Vatikan.