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Josef Grünwidl, Apostolischer Administrator der Erzdiözese Wien
Allerheiligen
Bild Copyright: © SCHOENLAUB

Grünwidl: Heilige bringen Hoffnung, Frieden und Gerechtigkeit

01.11.2026 11:18
Österreich/Kirche/Glaube/Religionsfest oder Feiertag/Allerheiligen/Grünwidl
Wiener Erzbischof feiert Allerheiligen-Messe mit ukrainischen Caritas-Mitarbeitern im Stephansdom
Wien, 01.11.2026 (KAP) "Heilige orientieren sich an den biblischen Seligpreisungen, verbreiten Harmonie und verändern die Welt zum Guten." Darauf hat Erzbischof Josef Grünwidl bei der Allerheiligen-Messe am Sonntag im Stephansdom hingewiesen. "Heilige sind die wahren Revolutionäre, sie bringen Licht und Hoffnung, Frieden und Gerechtigkeit in die Welt", sagte der Wiener Erzbischof auch mit Blick auf eine Gruppe von Caritas-Mitarbeitenden aus der Ukraine, die auf Einladung der Österreichischen Bischofskonferenz einige Tage der Erholung in Österreich verbringen.

"Menschen, die Licht, Hoffnung und Hilfe bringen" seien die Gäste, die direkt aus den Kriegsgebieten gekommen sind, betonte der Erzbischof und sagte: "Ich freue mich, dass sie dieses Fest mit uns feiern und einige Urlaubstage in Österreich verbringen. Ein paar Tage durchschlafen, ohne Sirenen und Drohnenangriffe; Schönes sehen und sich erholen; nicht ständig mit dem Leid der Kriegsopfer, mit Zerstörung und Tod konfrontiert werden." Nach diesen Worten, die vom Ostkirchen-Generalvikar, Yuriy Kolasa, übersetzt wurden und der die Gruppe begleitet, wurden die ukrainischen Gäste mit einem spontanen Applaus begrüßt.

Harmonisches und symphonisches Fest

Unter Bezugnahme auf die "Harmoniemesse" von Joseph Haydn, die beim Festgottesdienst erklang, verwies Grünwidl darauf, dass das Leben harmonisch, selig und glückselig werde, wenn Gott und Mensch, Himmel und Erde verbunden sind. "Geht diese Verbindung verloren, gerät alles aus den Fugen, dann brechen Dissonanzen und Konflikte auf." Daher müsse die Kirche den Sinn für Gott und das Heilige präsent halten. Nur die Verbindung von Gott und Mensch garantiere die Achtung vor der Schöpfung, die Würde des menschlichen Lebens und ein gutes Miteinander. "Darum preist Jesus alle selig, die Gott vertrauen und ihr Leben nach seinem Wort ausrichten."

Allerheiligen sei nicht nur ein harmonisches, sondern auch ein symphonisches Fest. "Unzählige Menschen aus allen Kulturen, Sprachen und Nationen sind Töne und Stimmen, die in der Symphonie des Glaubens, im Chor der heiligen katholischen Kirche, zusammenklingen." Darunter seien Heilige, laut wie eine Fanfare, die "prominenten" Heiligen, deren Namen im Kalender verzeichnet sind.

"Im Chor der Heiligen gibt es aber auch leise Töne und zarte Hintergrundstimmen: die Heiligen des Alltags, die still und im Verborgenen Gutes getan haben. Ihre Namen kennt nur Gott. Alle Heiligen wirken mit an dieser vielstimmigen Symphonie des Glaubens.", so Grünwidl in seine Allerheiligen-Predigt, der resümierte: "Harmonisch und symphonisch sollen wir Gottes Melodie, die Melodie des Evangeliums in unserem Leben zum Klingen bringen. Wir alle sind wichtig und ein Ton in Gottes Melodie!"

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