Zsifkovics: Heilige können loslassen, lassen sich berühren und strahlen
01.11.202611:25
Österreich/Glaube/Religionsfest oder Feiertag/Kirche/Allerheiligen/Zsifkovics
Eisenstädter Bischof empfiehlt bei Allerheiligenfest im Martinsdom, sich am Leben des heiligen Franz von Assisi zu orientieren
Eisenstadt, 01.11.2026 (KAP) Anlässlich des Allerheiligenfestes hat Bischof Ägidius Zsifkovics empfohlen, sich vom Leben des heiligen Franz von Assisi inspirieren zu lassen. "Fangen wir klein an. Lassen wir einfach los, berühren wir, strahlen wir - das ist ansteckendes Christsein", so der Eisenstädter Bischof unter Verweis auf den Gründer des Franziskanerordens, der vor 800 Jahren verstorben ist. "Loslassen", "berühren" und "strahlen" seien Worte, die typisch für den heiligen Franziskus seien und in Christen das Streben nach Heiligkeit wecken sollen.
"Heiligkeit beginnt im Loslassen und Leerwerden, damit Gott uns füllen kann", so der Bischof. "Franziskus zog seine prunkvollen Kleider aus, um das Gewand der Freiheit anzuziehen. Allerheiligen fragt uns im Franziskusjahr: Was schleppen wir mit uns herum? Welchen Ballast an Stolz, Besitz, Sorgen, Vorurteilen müssen wir loslassen, damit in unserer Seele wieder Raum für das wird, was wirklich zählt?"
Heilige strahlen Freude aus
"Franziskus umarmte den Aussätzigen - er wich damit dem Elend und den Wunden nicht aus, sondern ließ sich im Herzen berühren", führte der Bischof weiter aus. Heiligkeit im Alltag bedeute daher, den Nächsten nicht zu übersehen, hinzuschauen, die Hand auszustrecken, die Wunden dieser Welt und der Schöpfung Gottes aktiv zu pflegen.
Schließlich seien Heilige keine traurigen Gestalten, sondern Menschen, die Freude ausstrahlen. "Sie leuchteten, weil sie ein Original waren, keine Kopie." Das Licht Gottes könne durch die unterschiedlichsten Menschenbiographien in unserer Welt scheinen, wenn sich Menschen an den Seligpreisungen des Tagesevangeliums orientieren, so der Bischof. "Die Seligpreisungen sind der Motor, die Navigation für uns und sollen zum Personalausweis des Christen werden."