Lackner: Seligpreisungen sind Herzstück der Evangelien
01.11.202613:05
(zuletzt bearbeitet am 01.11.2026 um 13:07 Uhr)
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Salzburger Erzbischof feiert Allerheiligen im Dom zu Salzburg
Salzburg, 01.11.2026 (KAP) Erzbischof Franz Lackner hat die Gläubigen dazu ermutigt, ihr Leben nach der Bergpredigt Jesu auszurichten. "Zu Allerheiligen lesen wir immer gleichsam das Herzstück der Evangelien, nämlich die Seligpreisungen", sagte der Salzburger Erzbischof und verwies darauf, dass die Seligpreisungen über die Grenzen der religiösen Welt hinaus einen tiefen Eindruck hinterlassen haben. "Gandhi, dieser indische Friedensapostel, war zutiefst bewegt von dieser Predigt Jesu auf dem Berg." Zu Allerheiligen "sollen wir für das viele Heilige danken, das unter uns ist. Wir haben eine Herkunft aus dem Heiligen, eine Aufgabe für das Heilige und eine Zukunft im Heiligen", so Lackner bei der Festmesse am Sonntag im Salzburger Dom.
Jesus trete in der Bergpredigt als "neuer Mose" auf und spreche zu allen Menschen. In seiner Predigt hat der Erzbischof die erste Seligpreisung hervor: "Selig, die arm sind vor Gott." Gerade in einer Zeit, in der Menschen auf ihre eigenen Fähigkeiten, ihr Wissen und ihre Absicherungen vertrauen, sei die Haltung der inneren Armut vor Gott eine Herausforderung. Christlicher Glaube bedeute, zu erkennen, dass Erlösung und wahres Leben nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Beziehung zu Gott kommen.
Die Heiligen der Gegenwart würden sich laut Erzbischof Franz Lackner nicht primär durch außergewöhnliche Leistungen auszeichnen, sondern durch ein Leben aus der Gnade Gottes. Heilig werde der Mensch sein, "der barmherzig ist, Frieden stiftet und Trauernde tröstet. Der rein im Herzen ist, ehrlich, aufrichtig und sich nicht verstellt", führte Erzbischof Lackner in seiner Predigt aus. Heilige seien Menschen des Gebets, die sich an Jesu Vorbild orientieren und Gott, seine Heiligkeit und seinen Willen in den Mittelpunkt stellen. In einer von Konflikten und Unsicherheit geprägten Welt brauche es solche Menschen, die aus Glauben, Hoffnung und Liebe leben und so Zeugnis für das Evangelium geben.