Ökumenischer Patriarch sagt ukrainischem Präsidenten bei dessen Besuch im Phanar einmal mehr volle Unterstützung zu - Einsatz für Initiativen, die auf friedliche Beilegung des Krieges abzielen
Istanbul, 02.11.2026 (KAP) Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., hat am Wochenende an seinem Amtssitz (Phanar) in Istanbul den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen. Es war bereits der fünfte Besuch des Präsidenten im Phanar. Bartholomaios gilt als großer Unterstützer der Ukraine und scharfer Kritiker Russlands. Wie das Patriarchat im Anschluss mitteilte, habe Bartholomaios auch diesmal dem ukrainischen Präsidenten seine unerschütterliche Unterstützung für das ukrainische Volk zugesagt. Mit Nachdruck wolle er sich auch für Initiativen einsetzen, die auf eine friedliche Beilegung des Konflikts abzielen.
Bartholomaios hob zudem die dringende Notwendigkeit hervor, die Rückkehr Tausender nach Russland verschleppter ukrainischer Kinder zu ermöglichen, damit diese wieder zu ihren Familien zurückkehren können.
In einem Beitrag in Sozialen Medien nach dem Treffen erklärte Selenskyj, er habe Patriarch Bartholomaios über die laufenden diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges informiert, "einschließlich der Kontakte zur amerikanischen Seite". Er verwies auch auf die kürzlich durchgeführte humanitäre Aktion in der ukrainischen Stadt Oleschky, bei der zahlreiche Zivilisten erfolgreich gerettet werden konnten. "Dies ist ein sehr wichtiges Ergebnis, und wir hoffen, dass die Welt weiterhin Druck auf Russland ausübt, damit solche Schritte zur Deeskalation ausgeweitet werden können", merkte Selenskyj an.
Noch vom Klinikbett aus hatte Leo XIV. den Kreml-Chef um eine Feuerpause für die gequälte Bevölkerung im ukrainischen Oleschky gebeten. Sein Appell fruchtete. Vielleicht könnte nun mehr daraus werden, hofft der Papst.
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