Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz wirbt bei Salzburger CCEE-Vollversammlung um Verständnis im Blick auf den "Synodalen Weg" - Weg der Erneuerung nur in Gemeinschaft mit Weltkirche
Salzburg/Freiburg, 02.11.2026 (KAP) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, hat für die Anliegen des "Synodalen Weges" geworben und zugleich klargestellt, dass es "keinen deutschen Sonderweg" geben werde. Der Weg der Erneuerung werde nur in Gemeinschaft mit der Weltkirche gelingen, zeigte sich Wilmer bei einer Ansprache am 30. Oktober bei der Vollversammlung des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) in Salzburg überzeugt, die am Montag vom Portal "communio.de" veröffentlicht wurde. "Wir wollen diesen Weg als katholische Kirche gehen, in voller Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater und in Treue zum Lehramt der Kirche", heißt es u. a. in der Ansprache des Bischofs von Münster.
Wilmer erinnerte angesichts weit verbreiteter Bedenken und Sorgen im Blick auf den "Synodalen Weg" einmal mehr an den ursprünglichen Impuls, der zu dem Reformweg geführt hatte: "Die Kirche in Deutschland wurde durch die schrecklichen Fälle von sexuellem Missbrauch und Machtmissbrauch zutiefst verletzt. Diese Vorfälle haben bei den Opfern unermessliches Leid verursacht und die Glaubwürdigkeit der Kirche schwer beeinträchtigt." Durch diese Vorfälle sei das Vertrauen in die Katholische Kirche vielfach verloren gegangen. Der "Synodale Weg" sollte daher ein "Weg der Umkehr, der Verantwortung und der Erneuerung" sein, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen.
Drei Punkte seien ihm besonders wichtig: Dass jeder weitere Schritt der deutschen Kirche auf ihrem Reformweg "unter voller Achtung des kanonischen Rechts und der kirchlichen Ordnung erfolgt", dass alle weitere Überlegungen und Initiativen auch künftig "im engen Dialog und im ständigen Austausch mit Rom" entwickelt werden - und schließlich, dass es "keinen spezifisch deutschen Weg" gebe, "der uns von der Weltkirche entfernt".