Begegnung mit Papst Leo XIV. findet am Donnerstag statt
Vatikanstadt, 03.11.2026 (KAP) Mit einer Messe in der ungarischen Kapelle im Petersdom haben Ungarns katholische Bischöfe Dienstagfrüh ihren dieswöchigen Ad-limina-Besuch im Vatikan begonnen. Quelle der Erneuerung der Kirche sei die Gnade Gottes, "auf die wir mit offenem Herzen reagieren müssen", sagte der Bischofskonferenz-Vorsitzende Janos Szekely in seiner Predigt. Wage man im Leben Ja zu Gott zu sagen, "dann ändert sich alles", so der Bischof von Szombathely. Der Budapester Erzbischof Kardinal Peter Erdö leitete den Gottesdienst, an dem neben den Bischofskonferenz-Mitgliedern auch Peter Kveck, Ungarn Botschafter beim Heiligen Stuhl, sowie Andras Törö, Rektor des Ungarischen Päpstlichen Instituts (PMI), teilnahmen.
Alle fünf bis sieben Jahre sind die katholischen Bischöfe aus aller Welt zu dem Besuch "An den Schwellen" (lateinisch "ad limina") der Gräber der Apostel Petrus und Paulus verpflichtet. Zweck ist, dass die Bischöfe eines Landes den Papst und die Kurie über die jeweilige Situation in ihren Diözesen informieren und mit den weltkirchlichen Stellen in Rom über pastorale Herausforderungen und Zukunftsperspektiven beraten. Papst Leo XIV. wird Ungarns Bischöfe am Donnerstag empfangen, einen Tag bevor das Kirchenoberhaupt zu seiner zwölftägigen Südamerikareise nach Uruguay, Argentinien und Peru aufbricht.
Noch am Dienstag waren für die Mitglieder der Ungarischen Bischofskonferenz unter anderem Termine im vatikanischen Glaubensdikasterium, der für Bischöfe zuständigen Kurienbehörde und im Dikasterium der Selig- und Heiligsprechungsprozesse vorgesehen. Bischof Szekely hatte im Vorfeld des Ad-limina-Besuchs berichtete, dass auch das seit Mitte der 1990er Jahre laufende Seligsprechungsverfahren für Kardinal Jozsef Mindszenty (1892-1975) Inhalt der Gespräche in Rom sein werde. Im Jahr 2020 hatte Papst Franziskus (2013-2025) offiziell den heroischen Tugendgrad des 1975 in Wien verstorbenen ungarischen Kardinalprimas zuerkannt. - Dienstagabend wollten die ungarischen Bischöfe auch mit Studierenden der traditionsreichen Priesterausbildungsstätte "Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum" in Rom zusammentreffen.