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Straßenszene der Zerstörung in Butscha
Hilfsaktion
Bild Copyright: © Caritas-Spes Ukraine

Ukraine vor weiterem Kriegswinter: "Nachbar in Not" bittet um Spenden

03.11.2026 11:07
Österreich/Ukraine/Krieg/Soziales/Nachbar.in.Not/Caritas
Zunehmende russische Angriffe auf die Zivilbevölkerung lassen eine bevorstehende humanitäre Katastrophe ungeahnten Ausmaßes erahnen -"Nachbar in Not" und der ORF starten Spendenaufruf für notleidende ukrainische Bevölkerung
Wien, 03.11.2026 (KAP) Die Ukraine steht vor dem fünften Kriegswinter und die zunehmenden russischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung lassen eine bevorstehende humanitäre Katastrophe ungeahnten Ausmaßes erahnen. "Nachbar in Not" und der ORF haben deshalb am Dienstag einen erneuten Spendenaufruf für die notleidende ukrainische Bevölkerung gestartet.

Mittlerweile würden die zahlreichen Angriffe fast täglich die Zivilbevölkerung treffen: Raketen und Drohnen würden in Wohngebieten einschlagen, Bahnanlagen, Brücken und lebenswichtige Infrastruktur treffen. Selbst alltägliche Wege würden für die Menschen zur Lebensgefahr, hieß es in dem Aufruf. Die Energieversorgung sei mittlerweile so stark beschädigt, dass bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad erneut lange Strom- und Heizungsausfälle drohen.

"Ältere Menschen sitzen fest, wenn Aufzüge ausfallen, und können sich bei Luftalarm oft nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Kinder frieren in der Nacht in ihren Betten und können ohne Strom und Internet nicht am Online-Unterricht teilnehmen. Krankenhäuser müssen ihre Versorgung unter schwierigsten Bedingungen aufrechterhalten", beschrieb Michael Opriesnig, Vorstandsvorsitzender von "Nachbar in Not" und Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes die Lage.

Die acht "Nachbar in Not"-Hilfsorganisationen (Caritas, Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, CARE, Diakonie, Hilfswerk, Malteser und Volkshilfe) würden gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen gezielte Winter- und Nothilfe leisten. Opriesnig: "Unsere Teams helfen vor Ort mit Wärmestellen, Notunterkünften und mobiler medizinischer Versorgung."

Andreas Knapp, Vorstand von "Nachbar in Not" und Caritas-Auslandshilfechef ergänzte: "Kinder wachsen mit Luftalarmen und ständiger Angst auf, Familien verbringen unzählige Nächte in Schutzkellern, ältere Menschen sind vielfach ganz auf sich allein gestellt. Unsere Hilfe bedeutet für sie nicht nur Wärme, Nahrung und medizinische Versorgung, sondern auch ein Stück Sicherheit und Zuversicht."

Wärme, Wasser, Lebensmittel

Bei den Hilfsprojekten geht es etwa um Wärmestellen, Notunterkünfte, Reparaturen an beschädigten Häusern sowie die Auslieferung von Öfen, Brennmaterial, Decken und Schlafsäcken. Mobile Gesundheitsteams bringen Medikamente, Pflege und ärztliche Hilfe auch in entlegene Gebiete. Zudem gibt es Unterstützung bei der Trinkwasserversorgung und finanzielle Hilfe für Lebensmittel, Heizmaterial und Alltagsbedarf. Nicht zuletzt geht es auch um psychosoziale Unterstützung, um die Betreuung von Kindern und Familien, die unter Luftalarmen, Angst und Erschöpfung leiden. - Damit diese Hilfe fortsetzen werden kann, brauche es dringend weitere Spenden, so Knapp und Opriesnig.

Seit Februar 2022 konnten die "Nachbar in Not"-Organisationen bereits mehr als 3,2 Millionen Menschen mit lebensnotwendiger Hilfe erreichen. Der ORF unterstützt den erneuten Spendenaufruf in Fernsehen, Radio und Online sowie durch Berichterstattung in seinen Medien.

Spenden für die Ukraine-Hilfe von "Nachbar in Not" sind online oder per Überweisung möglich: NACHBAR IN NOT - Hilfe für die Ukraine, IBAN: AT21 2011 1400 4004 4003, BIC: GIBAATWWXXX. Online spenden: https://nachbarinnot.ORF.at
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