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Irak: Patriarch Younan sprach mit Premier über Hilfe für Christen

03.11.2026 13:44
Irak/Kirche/Regierung/Christentum
Regierungschef al-Zaidi traf Oberhaupt der Syrisch-katholischen Kirche
Rom/Bagdad, 03.11.2026 (KAP) Iraks Regierungschef Ali al-Zaidi und das Oberhaupt der Syrisch-katholischen Kirche, Patriarch Ignatius Josef III. (Younan), haben am Montag über die Lage der Christen im Irak und die Rückkehr ausgewanderter und vertriebener Iraker gesprochen. Das meldeten die katholische Nachrichtenagentur SIR und das Portal "Vatican News" (Dienstag) unter Berufung auf das Pressebüro der Regierung in Bagdad.

Mit Blick auf eine Rückkehr von Vertriebenen in den Irak bekräftigte al-Zaidi demnach, die irakische Regierung wolle diesen Prozess unterstützen und die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Rückkehrer könnten unter anderem von der Initiative "Watan" ("Heimat") profitieren. Das Programm stellt Bauland für den Wohnungsbau bereit. Zudem wies al-Zaidi die zuständigen Behörden an, im Ausland lebenden Irakern den Zugang zum einheitlichen nationalen Personalausweis zu erleichtern.

Krieg und Krisen ließen Christen auswandern

Die Rückkehr ausgewanderter Christen ist für die Kirchen im Irak ein wichtiges Anliegen. Sie beklagen seit Jahren die fortschreitende Entvölkerung christlicher Gemeinschaften infolge von Auswanderung und den Folgen der Krisen, die den Irak in den letzten Jahrzehnten geprägt haben.

Patriarch Younan begrüßte die Maßnahmen der Regierung für im Ausland lebende Iraker und Vertriebene. Er äußerte die Hoffnung auf Sicherheit, Stabilität, Frieden und ein brüderliches Zusammenleben im Irak.

Der Syrisch-katholischen Kirche gehören laut der österreichischen Stiftung Pro Oriente rund 120.000 Gläubige an, die vor den Auswanderungswellen der vergangenen Jahre vor allem in Syrien, Irak und dem Libanon lebten. Liturgiesprache ist Aramäisch, teils Arabisch. Sitz des Patriarchen ist Beirut im Libanon.
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