Diözese Eisenstadt ehrt heiligen Martin bei buntem Programm
03.11.202614:04
Österreich/Kirche/Martinsfest/Zsifkovics
Höhepunkt der Feierlichkeiten ist Festmesse am 11. November im Martinsdom - Bischof Zsifkovis in Kanzelwort: Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es Menschen, die Hoffnung vermitteln und sich für ein friedliches Miteinander einsetzen
Eisenstadt, 03.11.2026 (KAP) Rund um den Festtag des heiligen Martin am 11. November lädt die Diözese Eisenstadt zu mehreren Gottesdiensten und Feierlichkeiten ein. Das Programm reicht von der Neubestellung des Domkapitels über die Messfeier für ältere und kranke Menschen im Haus St. Martin bis zur Vigil mit der Verleihung diözesaner Auszeichnungen und dem feierlichen Martinsfest im Eisenstädter Martinsdom. Im Rahmen des Martinsfests steht heuer zudem ein besonderes Jubiläum im Mittelpunkt: Vor 70 Jahren, am 11. November 1956, wurde Stefan Laszlo zum Bischof geweiht. Er war der erste Bischof der Diözese Eisenstadt.
In seinem Kanzelwort zum Martinsfest stellt Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics drei zentrale Anliegen in den Mittelpunkt: ein neues "Ja" zum Evangelium, ein "Ja" zu Hoffnung und Optimismus sowie ein "Ja" zu Gemeinschaft und Zusammenarbeit. Gerade in herausfordernden Zeiten brauche es Menschen, die Hoffnung vermitteln und sich für ein friedliches Miteinander einsetzen. Der heilige Martin sei dafür ein eindrucksvolles Vorbild, so der Bischof.
Am Sonntag, 8. November, werden im Rahmen der Abendmesse um 18.30 Uhr im Eisenstädter Dom die neuen Kanoniker des Kathedralkapitels St. Martin installiert. Am Montag, 9. November, findet um 15 Uhr eine Messe im Haus St. Martin in Eisenstadt statt, die sich besonders an ältere und kranke Menschen richtet. Im Anschluss sind die Teilnehmenden zur Begegnung bei Krapfen und St.-Martins-Wein eingeladen.
Die Vigil zum Martinsfest findet am Dienstag, 10. November, um 17 Uhr im Martinsdom statt. Gestaltet wird die Vigil durch die Wiener Chormädchen. (Zutritt nur mit kostenloser Eintrittskarte - Anmeldung unter martinsfest@martinus.at)
Die Festmesse mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics am Mittwoch, 11. November, um 9 Uhr im Martinsdom bildet den liturgischen Höhepunkt des Martinsfestes. Im Anschluss wird traditionell das Martinskipferl geteilt, es gibt eine Agape und ein Platzkonzert am Domplatz. Auch das Plaudermobil der Caritas wird erstmals im Einsatz sein. Die Festmesse wird live auf der Website der Diözese übertragen: www.martinus.at/live.
Abgeschlossen werden die Martinsfeierlichkeiten traditionell mit dem Laternenumzug für Kinder und Familien. Dieser beginnt um 16.30 Uhr beim Schloss Esterházy. Die Prozession führt zum Martinsdom, wo die Segnung der Kinder und Familien stattfindet.
70 Jahre Bischofsweihe von Stefan Laszlo
Am 11. November 2026 jährt sich die Bischofsweihe von Stefan Laszlo zum 70. Mal. Am Fest des heiligen Martin wurde er 1956 im Eisenstädter Martinsdom zum Bischof geweiht. Als erster burgenländischer Bischof prägte er die kirchliche Entwicklung des Landes entscheidend mit und legte einen wesentlichen Grundstein für die Errichtung der Diözese Eisenstadt im Jahr 1960.
Besonders sein Einsatz als Brückenbauer zwischen den Volksgruppen und Konfessionen sowie sein Engagement für die Kirche im Herzen Europas würden bis heute in Erinnerung bleiben, heißt es in einer Aussendung der Diözese Eisenstadt. Bischof Laszlo starb 1995 und ist in der Krypta des Martinsdoms beigesetzt.