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Wien: Gottesdienst gedenkt Leonard Cohen zum 10. Todestag

04.11.2026 12:32
Österreich/Kirche/Evangelische/Musik
"Ein trotziges Hallelujah" am 8. November in Lutherischer Stadtkirche Wien mit Ortspfarrerin Julia Schnizlein und Hochschulpfarrerin Katharina Payk
Wien, 04.11.2026 (KAP) Mit einem Gottesdienst unter dem Titel "Broken Hallelujah" erinnert die Lutherische Stadtkirche in Wien am Sonntag (8. November) an den zehnten Todestag des kanadischen Liedermachers Leonard Cohen (1934-2016). Im Mittelpunkt stehen Lieder des Musikers, die von Liebe und Verlust, Glauben und Zweifel sowie den Brüchen des Lebens erzählen. Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr und verbindet Liturgie, Live-Musik und theologische Impulse.

Nachgegangen werde der Frage, "wie ein gebrochenes Hallelujah klingen kann - und wo gerade durch die Risse Licht fällt", heißt es in der Einladung zum Gottesdienst. Liturgisch gestaltet wird dieser von Pfarrerin Julia Schnizlein und Hochschulpfarrerin Katharina Payk, für Live-Musik sorgen das Duo "Cherem e Chuzpe" und Sängerin Jolanda Klaus.

Geprägt von seiner jüdischen Herkunft, seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit der Bibel und seiner Beschäftigung mit buddhistischer Spiritualität würden Cohens Lieder immer wieder um die großen religiösen und existenziellen Fragen des Lebens kreisen, erklärte Payk gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epdÖ), und weiter: "Gerade im Zweifeln und Ringen mit dem Leben und dem Glauben selbst offenbart sich in seinem Werk sein Festhalten an Gott". Cohens letztes Album "You Want It Darker" sei "ein musikalisches Vermächtnis, in dem sich der Künstler eindringlich mit Gott, Sterblichkeit, Glauben und der eigenen Endlichkeit auseinandersetzt - düster, lakonisch und zugleich zutiefst spirituell".

Obwohl eines seiner bekanntesten Lieder "Hallelujah" gerne bei Hochzeiten und Taufen gespielt werde, erzähle das Lied gar nicht davon, "dass alles wunderbar ist", sagte Schnizlein gegenüber dem epdÖ. "Ganz im Gegenteil. Es erzählt von gebrochener Liebe, von Enttäuschungen, vom Scheitern und von den Widersprüchen des Lebens". Das Halleluja sei ein "trotziges" - darum der Titel des Gottesdienstes "Broken Hallelujah". Gott gelte es zu loben, obwohl vieles nicht gut ist - "obwohl wir zweifeln, obwohl wir scheitern, obwohl das Leben manchmal schwer auszuhalten ist".
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