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Heilig-Land-Pilger aus dem Burgenland mit Abt Schnabel
Bild Copyright: © kathbild.at/Rupprecht

Erneut Pilger aus Österreich im Heiligen Land

05.11.2026 12:46
Österreich/Israel/Palästina/Tourismus/Religion/Gedenkstätte/Krieg
Burgenländische Mitglieder des Grabesritter-Ordens bei Pilgerreise nach Jerusalem, Bethlehem, Nazaret, Karfanaum und zur Taufstelle Jesu
Eisenstadt, 05.11.2026 (KAP) Nach einer längeren Unterbrechung infolge der Kriege in Gaza und mit dem Iran gibt es wieder erste Pilgergruppen auch aus Österreich im Heiligen Land. Eine Reisegesellschaft von 18 Pilgern, darunter Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem aus dem Burgenland, bereiste in den vergangenen Tagen unter der Leitung von Grabesritter Friedrich Luisser die wichtigsten biblischen Stätten. Die Gruppe kehrte inzwischen wohlbehalten zurück, teilte die Komturei Eisenstadt des Ritterordens am Donnerstag mit.

Auf dem Programm standen zahlreiche biblische Stätten, darunter der Berg der Seligpreisungen, Tabgha, Kafarnaum, Nazaret, die Taufstelle Jesu am Jordan, sowie in Jerusalem der Ölberg, die Via Dolorosa und die Grabeskirche. Auch Bethlehem, Emmaus und Jaffa standen auf dem Programm. Die Teilnehmer berichteten von einer ausgesprochen ruhigen Atmosphäre. Alle beabsichtigten Reisestationen seien trotz der weiter angespannten Sicherheitslage besucht worden.

Zu den Höhepunkten zählten Begegnungen mit dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, und dem Abt der Dormitio-Abtei, Nikodemus Schnabel. Luisser überreichte dem Kardinal eine Grußbotschaft von Eisenstadts Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics. Darin bekundete dieser die Verbundenheit der Diözese mit den Christen im Heiligen Land und würdigte Pizzaballas Einsatz für Frieden und Dialog. Die Wiederaufnahme des Unterrichts an der katholischen Schule "Heilige Familie" in Gaza-Stadt mit rund 1.000 Schülerinnen und Schülern bezeichnete er als "wichtiges Zeichen der Hoffnung".

Abt Schnabel informierte die Pilger über die schwierige Situation der christlichen Minderheit und appellierte, die Christen vor Ort zu unterstützen, damit nicht noch mehr Menschen das Land verlassen müssten. Er begrüßte ausdrücklich, dass "erstmals seit Jahren" wieder eine europäische Pilgergruppe gekommen sei, die nicht allein die Sicherheitsfrage in den Vordergrund gestellt habe, so der Abt.

Bei den Begegnungen überreichte die Delegation beiden kirchlichen Würdenträgern Spenden. Zudem erhielten sieben Mitglieder des Ritterordens die sogenannte Pilgermuschel als Auszeichnung für ihre erste offizielle Reise ins Heilige Land als Ordensmitglieder. Sie steht für die spirituelle Verbundenheit mit den Ursprüngen des Christentums und die Unterstützung der christlichen Gemeinden vor Ort.
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