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Papst Leo XIV. winkt aus dem Papamobil
Papstreise
Bild Copyright: © Cristian Gennari/Romano Siciliani/KNA

Papst Leo XIV. auf dem Weg nach Südamerika

06.11.2026 07:16
Vatikan/Uruguay/Papst/Reise/Südamerika
Leo XIV. besucht bis 17. November Uruguay, Argentinien und Peru, wo er lange Jahre als Missionar und Bischof arbeitete - Ankunft in Uruguays Hauptstadt Montevideo am Freitagabend
Rom, 06.11.2026 (KAP) Papst Leo XIV. ist am Freitag zu seiner elftägigen Südamerika-Reise mit Besuchen in Uruguay, Argentinien und Peru aufgebrochen. Das Kirchenoberhaupt startete kurz nach 7 Uhr früh vom römischen Flughafen Fiumicino. Nach mehr als 13-stündiger Flugzeit wird die Sondermaschine der Fluggesellschaft ITA gegen 20.30 Uhr österreichischer Zeit in Uruguays Hauptstadt Montevideo erwartet.

Den 11.100 Kilometer weiten Transatlantikflug nach Uruguay legt der Papst in einem Airbus A330-900 zurück. An Bord sind neben dem 71-jährigen Kirchenoberhaupt, seinen geistlichen Beratern und Sicherheitsleuten auch rund 80 Vertreterinnen und Vertreter internationaler Medien.

Die sechste Auslandsreise von Leo XIV. außerhalb von Italien und San Marino ist auch die bisher längste des seit Mai 2025 amtierenden Papstes. Stationen sind zunächst bis 8. November Montevideo, Paysandu und Florida in Uruguay. Danach folgen bis 11. November Buenos Aires, Cordoba und Lujan in Argentinien.

Von 11. bis 16. November kehrt der Papst in seine alte Heimat Peru zurück, wo der als Robert Francis Prevost in Chicago geborene Papst insgesamt rund 20 Jahre als Missionar seines Augustinerordens sowie als Bischof von Chiclayo wirkte. Aus dieser Zeit hat der erste US-Amerikaner im Papstamt auch die peruanische Staatsangehörigkeit.

In allen drei Staaten der Papstreise erwarten Leo XIV. zahlreiche politische, soziale und kirchliche Begegnungen. Bei mehr als 50 Terminen sind allein 36 Ansprachen des fließend Spanisch sprechenden Papstes geplant. Seine Rückkehr nach Rom ist für den Vormittag des 17. November vorgesehen.

Leo XIV. hatte sich erst am 13. Oktober einer Lungenkrebs-Operation unterzogen. Da der Tumor begrenzt war und keine Metastasen gebildet hatte, erlaubten ihm die behandelnden Ärzte die lange Reise nach nur dreieinhalb Wochen Erholungszeit.

Die Papstreise verbinde die Verkündigung des Evangeliums mit der Zuwendung zu Jugendlichen, sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen und den indigenen Völkern des Amazonasgebiets, sagte der päpstliche Chefdiplomat Pietro Parolin. In einem von gesellschaftlichen Polarisierungen geprägten Umfeld stehe die Förderung von Einheit, Versöhnung und gesellschaftlicher Eintracht im Mittelpunkt, legte der Kardinalstaatssekretär gegenüber den vatikanischen Medien die Zielsetzungen der Visite dar.

Auftakt am Abend in Montevideo

Der Besuch in Uruguay beginnt noch am Freitag mit den für alle Papstreisen üblichen offiziellen Begegnungen, also einem Höflichkeitsbesuch bei Staatspräsident Yamandu Orsi und einer Rede vor Vertretern von Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft. Zum Abschluss des Tages feiert Leo XIV. eine Vesper in der Kathedrale von Montevideo.

Montevideos Erzbischof Kardinal Daniel Sturla sagte laut Nachrichtenagentur KNA in einem Gespräch mit dem uruguayischen Fernsehen, dass der Papst am Freitag nicht nur von Staatspräsident Orsi, sondern auch von dessen Vorgängern empfangen wird. Ebenfalls anwesend werden die Vorsitzenden der verschiedenen Parteien sein. Uruguays Politik achtet seit Jahren bei internationalen Großereignissen darauf, Symbole einer parteiübergreifenden Demokratie zu senden.

Messe in Paysandu, Jugendvigil in Fußballstadion

Am Samstag fliegt der Papst nach Paysandu im Osten Uruguays, wo er die erste Messe seiner Südamerika-Reise feiern wird. Noch am selben Tag kehrt Leo XIV. in die Hauptstadt Montevideo zurück. Dort trifft er Menschen, die unter schwierigen sozialen Bedingungen im Stadtviertel Casavalle leben, und im Anschluss Vertreter aus dem Bildungsbereich an der Katholischen Universität von Uruguay. Am Samstagabend (Ortszeit) ist eine Vigil mit Jugendlichen im Estadio Centenario, dem größten Fußballstadion des Landes, geplant.

Am Sonntag geht es für Leo XIV. weiter in die nördlich von Montevideo gelegen Stadt Florida. Dort befindet sich das Heiligtum der "Virgen de los Treinta y Tres" ("Jungfrau der 33"), der Schutzpatronin Uruguays. Nach der Messe reist der Papst weiter nach Argentinien. In der Hauptstadt Buenos Aires folgt noch am Sonntag das Zusammentreffen von Leo XIV. mit dem wirtschaftsliberalen Staatspräsidenten Javier Milei, einer der Höhepunkte des Papst-Aufenthalts in Südamerika.

(Offizielle Website zum Papstbesuch in Uruguay: https://papaleonuruguay.uy)

(Laufend aktualisiertes Kathpress-Themenpaket mit allen Meldungen und Hintergrundberichten zur Papstreise unter www.kathpress.at/Papst-Leo-in-Suedamerika)
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