Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Missbrauchsvorwürfe gegen katholische Kirche in Peru vor Papstbesuch

06.11.2026 15:03
Peru/Kirche/Missbrauch
Einschlägige Skandale lösten in dem südamerikanischen Land in den vergangenen Jahren immer wieder Schlagzeilen und Empörung aus - Papst will bei Lateinamerikareise auch Opfer treffen
Washington/Lima, 06.11.2026 (KAP/KNA) Kurz vor dem Papstbesuch in Peru rücken erneut Missbrauchsvorwürfe gegen die katholische Kirche in den Fokus. Wie die Nachrichtenagentur KNA (Freitag) meldet, veröffentlichte das US-Portal "Bishop Accountability" eine Liste mit 77 Priestern, Ordensleuten, Seminaristen und Laien. Sie wurden den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren öffentlich des Missbrauchs beschuldigt.

Die Liste enthält sowohl verurteilte als auch freigesprochene Personen. In manchen Fällen wurden die entsprechenden Verfahren eingestellt, einige Beschuldigte sind bereits tot.

Anne Barrett Doyle, Co-Direktorin von Bishop Accountability, das sich mit kirchlichem Missbrauch weltweit befasst, warf der Kirche vor, sich nur oberflächlich, intransparent und zu langsam mit dem Thema auseinanderzusetzen: "Die hartnäckige Verschwiegenheit der peruanischen Kirchenführer bringt Kinder in Gefahr." Sie forderte die Einrichtung einer unabhängigen Wahrheitskommission, um für Aufklärung zu sorgen.

Vorwürfe schon seit Jahren

Das Thema ist in Peru nicht neu. Einschlägige Skandale lösten in dem südamerikanischen Land in den vergangenen Jahren immer wieder Schlagzeilen und Empörung aus. Im Zentrum stand dabei die einst einflussreiche Bewegung "Sodalitium Christianae Vitae" ("Sodalicio"), die 2025 von Papst Franziskus aufgelöst wurde.

Sowohl die Kirche in Peru als auch der Vatikan räumten in diesem Zusammenhang schwere Versäumnisse ein und entschuldigten sich bei den Opfern. Zu den neuen Vorwürfen von Bishop Accountability äußerte sich die Peruanische Bischofskonferenz zunächst nicht.

Papst will Opfer treffen

Unterdessen ist Papst Leo XIV. an diesem Freitag zu einer elftägigen Südamerikareise aufgebrochen. Dabei wird er vom 11. bis 16. November Peru besuchen und sich - neben zahlreichen anderen Begegnungen - auch mit Missbrauchsopfern treffen. Leo kennt das Land sehr gut. Er wirkte dort einst rund 20 Jahre lang als Missionar sowie als Bischof von Chiclayo. Aus dieser Zeit hat der erste US-Amerikaner im Papstamt auch die peruanische Staatsangehörigkeit.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen