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Weltfamilientreffen in Dublin mit Franziskus

Logo des Weltfamilientreffens 2018
23.08.2018, 11:25 Uhr

Familienfestival mit Franziskus und große Papstmesse am 25./26. August bilden den Abschluss des insgesamt sechstägigen "World Meeting of Families" - Papst besucht außerdem bedeutenden Marienwallfahrtsort Knock - Klare Worte zu Missbrauch erwartet

Fakten
Im irischen Dublin ist am Dienstagabend das neunte katholische Weltfamilientreffen gestartet. Für die beiden Abschlusstage des "World Meeting of Families" kommt am 25./26. August auch Papst Franziskus nach Irland. Geplant ist u.a. eine große Freiluftmesse mit einer halben Million Menschen in Dublin. Während seines 32-stündigen Irlandaufenthalts besucht Franziskus auch den bedeutenden Marienwallfahrtsort Knock im Westen der Insel.

Das Motto des Weltfamilientreffens "Das Evangelium der Familie. Freude für die Welt" orientiert sich am Papstschreiben "Amoris laetitia - Über die Liebe in der Familie" aus dem Jahr 2016. Ein dreitägiger Kongress, der zu Beginn des Familientreffens stattfindet, soll durch Vorträge, Podien und Gottesdienste zum Austausch über "Amoris laetitia" anregen. Die katholische Kirche will mit den seit 1994 alle drei Jahre in einer anderen Stadt organisierten Weltfamilientreffen die Bedeutung der Familie für die Gesellschaft und ihren spirituellen Wert für den Glauben hervorheben.

Auch der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn ist in Dublin dabei, er wird stellt u.a. den von der Österreichischen Bischofskonferenz herausgegebenen neuen Kinderkatechismus "YOUCAT for Kids" vor. Insgesamt sind knapp 40.000 Dauergäste sind für den internationalen Familienkongress angemeldet, mehr als je zuvor bei einem der von von Papst Johannes Paull II. (1978-2005) initiierten Weltfamilientreffen, die seit 1994 im Drei-Jahres-Rhythmus stattfinden. Rund 12.000 Dauerteilnehmer des internationalen Forums für Christen, Familienverbände und Experten kommen dieses Mal aus dem Ausland. Die Veranstalter kündigten an, dass Familien aus 116 Ländern anreisen.

Papst Franziskus trifft zu den beiden abschließenden Höhepunkten des Treffens in Dublin ein. Am Samstagabend, 25. August, findet im Croke-Park-Stadium ein Familienfestival mit Franziskus statt zu dem 80.000 Teilnehmer erwartet werden. Neben bekannten irischen Bands treten hier auch "The Holy Family Deaf Choir" - ein Taubstummen-Chor - und der blinde Tenor Andrea Bocelli auf. Zuvor besucht der Papst noch am Nachmittag die Dubliner St.-Mary's-Kathedrale und ein von Kapuzinern geführtes Obdachlosenzentrum.

Am Sonntagvormittag, 26. August, geht es für den Papst zum Knock Shrine, wo einer kleinen Dorfgemeinde 1879 Maria, der heilige Josef und der Evangelist Johannes erschienen sind. Höhepunkt des Papstbesuchs ist aber die Abschlussmesse des Weltfamilientreffens am Sonntagabend im zentral gelegenen Phoenix Park von Dublin mit rund einer halben Million Gläubigen.

Klare Worte zu Missbrauch erwartet

Franziskus' zweitägiges Reiseprogramm ist eng. Obschon kein offizieller Staatsbesuch, trifft der Papst unmittelbar nach seiner Ankunft am Samstagvormittag den irischen Staatspräsidenten Michael Higgins an dessen Amtssitz. Auch mit Regierungschef Leo Varadkar wird es im Rahmen eines Treffens mit Vertretern von Staat und Zivilgesellschaft im "Dublin Castle" eine kurze Begegnung geben.

Begleitendes Thema des Papstbesuchs waren schon in den vergangenen Wochen die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche, die auch Irland in den vergangenen Jahren erschüttert haben. Hinzu kommt ein in der Vorwoche veröffentlichter US-Bericht über Missbrauchsfälle aus vergangenen Jahrzehnten und deren Vertuschung. Franziskus reagierte darauf zu Wochenbeginn mit einem aufrüttelnden Brief, in dem er um Vergebung für das Versagen der Kirche im Umgang mit Missbrauch an Kindern und anderen Schutzbedürftigen bat. "Mit Scham und Reue geben wir als Gemeinschaft der Kirche zu, dass wir nicht dort gestanden haben, wo wir eigentlich hätten stehen sollen und dass wir nicht rechtzeitig gehandelt haben, als wir den Umfang und die Schwere des Schadens erkannten", so Franziskus wörtlich.

Wie die führenden Politiker erwartet auch Dublins Erzbischof Diarmuid Martin vom Papst auch in Irland klare Worte zur Verantwortung der Kirche zum Missbrauch wie zu Misshandlung und Ausbeutung in kirchlichen Heimen wie den berüchtigten "Magdalene Laundries". Mit entsprechenden Äußerungen des Papstes ist fest zu rechnen. Auch eine Begegnung mit Opfern von Missbrauch wird es geben. Wann und wo bleibt wird - wie schon bei vorhergehenden Papstreisen - vorher nicht bekannt gegeben. Die Teilnehmer des Gesprächs würden im Anschluss selbst über eine mögliche Veröffentlichung von Details entscheiden, sagte Vatikansprecher Greg Burke.
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