Josef Grünwidl wurde am 24. Jänner im Stephansdom zum 33. Erzbischof von Wien geweiht und in sein Amt eingeführt
Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien. Bei einem Festgottesdienst im Stephansdom am 24. Jänner legte Kardinal Christoph Schönborn seinem Nachfolger die Hände auf und weihte ihn zum Bischof. Kokonsekratoren waren der Salzburger Erzbischof und Bischofskonferenz-Vorsitzende Franz Lackner sowie Stanislav Pribyl, Bischof von Leitmeritz/Litomerice in Tschechien.
Rund 3.000 Menschen konnten im Dom den Gottesdienst mitfeiern. Unter den Mitfeiernden waren zusammen mit Familienangehörigen und Wegbegleitern Grünwidls rund 600 Klerikern der Erzdiözese und viele haupt- und ehrenamtlich in der Kirche Engagierte.
Die Bischofsweihe wurde unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit live im österreichischen Fernsehen übertragen. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker und zahlreiche weitere hochrangige Vertreter, unter ihnen Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, nahmen teil.
Papst Leo XIV. hatte Josef Grünwidl, der am 31. Jänner seinen 63. Geburtstag feiert, Mitte Oktober zum 33. Erzbischof von Wien ernannt. Mit dem langjährigen Pfarrer, Bischofsvikar und Vorsitzenden des diözesanen Priesterrates bekommt die katholische Kirche in Wien und dem östlichen Niederösterreich einen Hirten, der mit allen Ebenen der Erzdiözese vertraut ist und durch seinen seelsorgeorientierten, dialogbereiten und spirituellen Zugang viel Zuspruch genießt.
Josef Grünwidl wuchs in Wullersdorf im Weinviertel auf. Nach dem Theologie- und Musikstudium in Wien empfing er 1988 die Priesterweihe. Seelsorglich war er zunächst in Pfarren in Wien und Wiener Neustadt tätig und danach als Diözesanjugendseelsorger. Von 1995 bis 1998 war er Sekretär von Erzbischof Schönborn. Ab 1998 wirkte er viele Jahre als Pfarrer, zunächst in Kirchberg am Wechsel, Feistritz, St. Corona und Trattenbach im südlichen Niederösterreich und ab 2014 in Perchtoldsdorf. 2023 wurde Grünwidl zum Bischofsvikar für das Vikariat Süd der Erzdiözese Wien ernannt. Seit der Emeritierung von Kardinal Schönborn als Erzbischof am 22. Jänner 2025 leitete er die Erzdiözese interimistisch als Apostolischer Administrator.
Die Ansprache der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nach der Bischofsweihe und Amtseinführung von Erzbischof Josef Grünwidl im Wortlaut
Wortlaut der ersten Ansprache von Josef Grünwidl nach seiner Weihe zum Erzbischof von Wien und seiner Amtseinführung am Ende des Festgottesdienstes im Stephansdom
Bischöfe begrüßen und beglückwünschen neuen Wiener Erzbischof Grünwidl - Würdigungen und Bekundungen zur Zusammenarbeit auch vonseiten der Politik, Ökumene und anderer Religionen
Mitra, Ring, Brustkreuz und Hirtenstab verweisen auf Auftrag, Verantwortung und geistliches Amtsverständnis des neuen Erzbischofs und sind wie sein Wahlspruch eng mit seiner persönlichen wie kirchlichen Biografie verbunden
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Neuer Erzbischof von Wien hat jahrzehntelange Erfahrung in der Pfarrseelsorge - 62-Jähriger war schon seit Emeritierung von Kardinal Schönborn mit Leitung der Erzdiözese Wien betraut
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Rund 400 Mitwirkende, TV- und Radio-Übertragung und minutiöse Liturgieplanung - Zeremoniär Sindelar: Prozession mit 150 Ministrantinnen und Ministranten, Bischöfe und Konzelebranten
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Designierter Erzbischof gab bei Pressegespräch im Vorfeld seiner Bischofsweihe nochmals ausführlich über sein Amtsverständnis Auskunft - "Habe im Juni 2024 erfahren, dass ich auf der Liste stehe" - Aufgabe der kirchlichen Gemeinschaft, "als Zeichen der Hoffnung in der Welt zu leben"
Wiener Erzbischof wird am 24. Jänner in das Amt eingeführt und von Kardinal Schönborn geweiht - Zahlreiche Bischöfe aus dem In- und Ausland und rund 3.000 Mitfeiernde bei Bischofsweihe im Stephansdom - Bundespräsident Van der Bellen und Bundeskanzler Stocker werden anwesend sein - Glockenläuten in der Erzdiözese