"Niemand soll sich in seiner Verletzlichkeit alleingelassen fühlen", betont der Innsbrucker Bischof Glettler anlässlich des vom Papst ausgerufenen Welttags der Kranken
Innsbruck, 10.02.2026 (KAP) Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler sieht im Umgang mit kranken und schwachen Menschen einen "Maßstab für die Menschlichkeit der Gesellschaft". Eine Krankheit betreffe nie nur den Körper, sondern das ganze Leben und fordere Hoffnung, Beziehungen und Vertrauen heraus, erinnert Glettler zum vom Papst ausgerufenen Welttag der Kranken am 11. Februar (Mittwoch): "Niemand soll sich in seiner Verletzlichkeit alleingelassen fühlen", betont der Bischof in einer Aussendung der Diözese Innsbruck die Bedeutung gesellschaftlicher Solidarität auch vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen im Gesundheitswesen wie saisonalen Infektionswellen, dem Mangel an Pflegepersonal und hohen Belastungen in Krankenhäusern und Familien.
Neben medizinischer Versorgung seien vor allem Nähe, Verständnis und solidarische Verantwortung im Geist des barmherzigen Samariters nötig. "Wir sehen, wie stark unser Gesundheitssystem gefordert ist. Gleichzeitig erleben wir täglich Großartiges: Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Seelsorgerinnen und Seelsorger, Ehrenamtliche und Angehörige leisten Enormes und gehen oft über ihre Grenzen hinaus", hält Glettler fest: "Ihnen gilt mein aufrichtiger Dank!"
Auch neue medizinische und digitale Möglichkeiten könnten dazu beitragen, Menschen näher zusammenzubringen und Leiden zu lindern - etwa dort, wo sie Pflege entlasten, Kommunikation ermöglichen oder Zeit für persönliche Zuwendung freisetzen, so der Bischof: "Technik allein heilt nicht. Aber sie kann Raum schaffen für das, was heilt: Aufmerksamkeit, Zeit und mitmenschliche Nähe."
"Kranken Menschen zu begegnen ist ein Grundauftrag der Kirche", betont auch Agnes Hackl, Leiterin der Krankenhausseelsorge der Diözese Innsbruck. Zum Welttag der Kranken verteilen die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Krankenhäusern Innsbruck, Hall, Natters und Hochzirl besonders gestaltete Trostkärtchen als kleine Zeichen der Ermutigung für Patientinnen und Patienten. Die Seelsorger stünden in den Spitälern bereit, um zu begleiten, zuzuhören, zu stärken oder einfach da zu sein - für Kranke, Angehörige und Mitarbeitende. Wesentliche Elemente seien Gespräche, Gebet, Sakramente, aber auch die stille Präsenz, so Hackl.
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