Papst spricht mit aus Iran evakuiertem Kardinal Mathieu
11.03.202613:27
Vatikan/Iran/Papst/Kirche/Krieg
Katholischer Erzbischof von Teheran befindet sich seit Sonntag in Rom
Vatikanstadt, 11.03.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat am Mittwoch Kardinal Dominique Mathieu aus Teheran zu privaten Gesprächen empfangen. Das teilte der Vatikan zunächst ohne weitere Angaben mit. Der Erzbischof von Teheran hatte Anfang der Woche den Iran mit einem Evakuierungsflug der italienischen Regierung verlassen und hält sich seit Sonntag in Rom auf. Vom Beginn der US-amerikanischen und israelischen Luftangriffe bis vergangenen Donnerstag war der Kontakt zu dem Oberhirten von etwa 1.300 Katholiken im Iran abgerissen.
Der 62-jährige Belgier Mathieu wurde 2021 von Papst Franziskus zum Leiter der Erzdiözese Teheran-Isfahan ernannt und 2024 in den Kardinalsrang erhoben. Der Kardinal, der dem franziskanischen Minoritenorden angehört, ist zugleich der einzige Priester seiner Ortskirche. In der islamischen Republik leben nach verschiedenen Schätzungen einige Hunderttausend Christen. Die Zahl der Katholiken liegt bei etwas mehr als 20.000, darunter auch die etwa 2.000 Katholikinnen und Katholiken im Iran, die dem lateinischen Ritus angehören.
Der Heilige Stuhl ist in Teheran derzeit auch nicht mit einem Nuntius vertreten. Erzbischof Andrzej Jozwowicz, der dieses Amt von 2021 bis 2026 innehatte, ist seit 31. Jänner 2026 Papstbotschafter in Sri Lanka, einen Nachfolger im Iran gibt es noch nicht. Der Geschäftsträger der Nuntiatur befindet sich nach Auskunft des vatikanischen Presseamts derzeit zur Berichterstattung in Rom.
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