Kritische Lage wegen Wasser-Knappheit und damit verbundener Ausbreitung von Krankheiten
Gaza-Stadt/Jerusalem, 23.06.2026 (KAP) Erneuten Alarm angesichts der humanitären Lage im Gazastreifen schlägt die Caritas Jerusalem. Nach Angaben der Hilfsorganisation sind große Teile der Wasser- und Sanitärinfrastruktur infolge jahrelanger Zerstörungen und mangelnder Versorgung ausgefallen oder nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Brunnen, Leitungen, Kläranlagen und Entsalzungsanlagen seien beschädigt oder außer Betrieb. Viele Familien hätten nur noch unzureichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser und müssten Wasser für Trinken, Kochen und Körperpflege streng rationieren.
Besonders betroffen seien Kinder. Sie legten oft weite Strecken zurück, um Wasser zu beschaffen, während gleichzeitig die Zahl wasserbedingter Krankheiten zunehme. Caritas-Mitarbeiter vor Ort berichten von steigenden Fällen akuter Durchfallerkrankungen und Hepatitis A, vor allem unter Vertriebenen in überfüllten Unterkünften. Die Verschmutzung des Küstengrundwassers durch Abwässer, Meerwassereintritt und Kriegsschäden verschärfe die Situation zusätzlich.
Caritas Jerusalem verteilt nach eigenen Angaben Wasser per Tankwagen sowie Hygienepakete, um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen. Laut dem Hilfswerk ist die Lage kritisch. Der Mangel an Wasser gefährde nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern untergrabe zunehmend die Lebensgrundlagen im dicht besiedelten Küstengebiet.