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Jubiläumsproduktion „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“
Kultur
Bild Copyright: © Passionsspiele St. Margarethen

Rekordbesucherzahl: 27.000 Gäste bei Passionsspielen St. Margarethen

14.07.2026 11:12
Österreich/Kirche/Kultur/Theater/Kunst/Musik/Passionsspiele
Großer Ansturm auf Jubiläumsproduktion "Mirjam - Stark wie der Tod ist die Liebe" im Steinbruch - St. Martinsorden in Gold für den Verein der Passionsspiele
Eisenstadt, 14.07.2026 (KAP) Die Passion im Steinbruch hat zum 100-Jahr-Jubiläum Geschichte geschrieben: Rund 27.000 Besucherinnen und Besucher sahen die Jubiläumsproduktion "Mirjam - Stark wie der Tod ist die Liebe" auf der Ruffinibühne in St. Margarethen, wie der Verein mitteilte. In 17 Vorstellungen verzeichnete die Produktion damit einen Besucherrekord und einen Zuwachs von 40 Prozent gegenüber dem Spieljahr 2022. Die Inszenierung interpretierte die bekannte Geschichte vom Leben, Lieben, Leiden und der Auferstehung Jesu Christi neu aus weiblicher Sicht. Das Stück basierte auf dem Textbuch des Spielleiters Pfarrer Richard Geier, dem Bühnenbild von Manfred Waba sowie der Musik von Albin Rudisch.

"27.000 Besucherinnen und Besucher konnten wir mit unserer doch etwas gewagten Neuinterpretation der Geschichte Jesu begeistern. Wir konnten ihnen die Geschichte Jesu näherbringen und in Gestalt der Mirjam auch den Frauen in der Kirche ein Stück weit eine Stimme geben", erklärte Geier bei der Abschlussfeier der Passionsspiele emotional. Er würdigte auch die Gründer vor 100 Jahren, Pfarrer Josef Kaindlbauer und Jugendleiter Emmerich Unger. Sie hätten "ein ganz besonderes Zeugnis für ihren Glauben geschaffen", das die Dorfgemeinschaft in St. Margarethen nachhaltig geprägt habe und von der Gemeinschaft bis heute weitergeführt werde.

Martinsorden für "unermüdliches Glaubenszeugnis"

Auch Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics würdigte die Passionsspiele für ihr "unermüdliches Glaubenszeugnis", das seit 100 Jahren Tausende Menschen berührt habe, und hob deren Verdienste für die Neuevangelisierung hervor. Er verlieh dem Verein Passionsspiele St. Margarethen den St. Martins-Orden in Gold, eine der höchsten Auszeichnungen der Diözese Eisenstadt, wie der Verein mitteilte. "Die Passionsspiele sind weit mehr als ein künstlerisches Ereignis. Rund 500 Mitwirkende bringen Zeit, Talent und Engagement ein und machen sichtbar, wie Glaube in Gemeinschaft wächst. Ihr alle seid ein wertvolles Aushängeschild unserer Diözese", so Zsifkovics.

Inhaltlich blickte die Titelfigur Mirjam (Maria Magdalena) im Stück 20 Jahre nach den Ereignissen in Bethanien und Jerusalem auf Jesu Wirken zurück und verarbeitete ihre Erinnerungen im Gespräch mit anderen Figuren aus dem Johannesevangelium. Für Regisseur Manfred Waba schloss sich mit dem Jubiläumsstück ein Kreis: Genau 30 Jahre nach seiner ersten Opernproduktion im Steinbruch erweckte er das antike Jerusalem auf der Ruffinibühne zum Leben. Die Musik zu der Produktion stammte von Albin Rudisch, der damit sein Debüt bei den Passionsspielen gab.

Für Geier waren es die letzten Passionsspiele als Spielleiter. Er verlässt die Gemeinde und wird mit Ende August die Pfarre Pinkafeld übernehmen. Geiers Nachfolge tritt mit 1. September Julian Heissenberger an. Die nächsten Passionsspiele finden 2031 statt.
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