Papst setzt weiter auf Dialog und Gewaltlosigkeit - Leo XIV.: An Aufrüstung verdient letztlich nur die Waffenindustrie
Rom, 28.09.2026 (KAP) Papst Leo XIV. ist weiterhin gegen eine militärische Lösung des Ukraine-Konflikts. In einer Pressekonferenz auf dem Flug von Metz nach Rom sagte er am Montagabend, die Kirche müsse ihre Lehre vertreten, die gegen die Förderung von Gewalt, Hass und Waffen eintrete.
Er beklagte, dass derzeit einige politische Führer sogar wieder von der Möglichkeit des Einsatzes atomarer Waffen sprächen, deren Einsatz enorm viele Menschenleben vernichten würde. Die Bereitschaft, immer mehr Waffen zu bauen, verstärke nur die Spannungen und könne zu weiteren Kriegen führen.
Nur Waffenindustrie verdient daran
Wie sein Vorgänger Franziskus (2013-2025) sagte Leo XIV., dass an Aufrüstung letztlich nur die Waffenindustrie verdiene und dass man mit diesen Milliardengewinnen Probleme wie Hunger und Wohnungsknappheit lösen könne. Alle hofften auf eine Stimme, die einen anderen Weg weisen könne.
Diese Stimme müsse die Kirche sein, indem sie für Menschenwürde und das Lebensrecht aller eintrete, so der Papst. Sie sei es, die Russland und die Ukraine und andere Länder einlade, zusammenzukommen, einen Dialog zu beginnen und Wege zu suchen, wie die Probleme ohne Kriege gelöst werden können. "Das mag manchmal wirkungslos erscheinen, aber wir werden weiter zum Dialog einladen und das Evangelium verkünden", sagte Leo XIV.
Leo XIV. bei "fliegender Pressekonferenz" nach Frankreich-Besuch: Sehe Probleme der Kirche in Deutschland, gibt aber auch dort "sehr viele Menschen, die ihren christlichen Glauben leben und feiern wollen"