Papst ruft Geistliche in Uruguay zu Treue und Gemeinschaft auf
07.11.202617:43
Uruguay/Papst/Reise/Kirche/Gesellschaft
Bei Vesper in Montevideo mahnt Leo XIV. zur Rückbesinnung auf Christus - Leo XIV. erhielt Gedenkmedaille, die Etappen des Aufenthalts in Uruguay, Peru und Argentinien künstlerisch zusammenfasst
Montevideo, 07.11.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat die Geistlichen in Uruguay dazu aufgerufen, ihre Berufung immer wieder an Jesus Christus auszurichten und in Gemeinschaft zu bleiben. Bei einer Vesperfeier mit Bischöfen, Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Seminaristen in der Kathedrale von Montevideo warnte er am Freitagabend (Ortszeit) davor, eigene Leistungen, Anerkennung oder das Streben nach Kontrolle in den Mittelpunkt zu stellen, wie Vatican News am Samstag berichtete. "Die Treue zu unserer Berufung erfordert, dass wir immer wieder zu Jesus Christus zurückkehren; dass wir ihn zu unserem Schatz machen, zu dem, dem wir nacheifern wollen", so der Papst.
Zugleich rief der Papst die Geistlichen dazu auf, einander zu unterstützen und trotz räumlicher Entfernungen in Gemeinschaft zu bleiben. Sie sollten sich von Jesus leiten lassen und durch das Band der Liebe verbunden sein. Leo XIV. bat zudem darum, dass die Kirche und die Familien weltweit für mehr Berufungen zum Priestertum und zum geweihten Leben beten.
Im Rahmen der Vesperfeier in der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis und der Heiligen Philipp und Jakob in Montevideo begrüßte der Vorsitzende der uruguayischen Bischofskonferenz, Milton Luis Tróccoli Cebedio, den Papst im Namen der Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute und des gesamten Volkes Gottes. Er verwies auf den tiefen Glauben und die generationenübergreifende Hilfsbereitschaft in Uruguay, sprach aber auch soziale Probleme wie Armut, Einsamkeit, Suchterkrankungen und die Not von Migranten an.
Cebedio hob auch den unermüdlichen Einsatz der Seelsorger hervor, die nah an den Menschen leben und deren Geschichten in ihren Herzen tragen. Zudem verwies er auf die Enzyklika "Magnifica humanitas" des Papstes, die vor der Gefahr warne, dass die menschliche Würde im Zeitalter der künstlichen Intelligenz in den Hintergrund gedrängt werde. Deshalb "haben wir die dringende Pflicht, zutiefst menschlich zu bleiben und jene großartige Menschlichkeit mit Liebe zu bewahren, die uns geschenkt und in Christus in ihrer Fülle geoffenbart wurde und die keine Maschine jemals in ihrem Glanz ersetzen kann", so der Bischof.
Als Geschenk anlässlich der Apostolischen Reise von Papst Leo XIV. wurde eine offizielle Gedenkmedaille vorgestellt, die die Etappen des Aufenthalts in Uruguay, Peru und Argentinien künstlerisch zusammenfasst. Das Bildprogramm verbindet Glaubenssymbole mit Elementen der jeweiligen nationalen Identität der besuchten Staaten.
Im Zentrum steht die Mai-Sonne ("Sol de Mayo"), die in christologischer Deutung als Licht- und Einheitssymbol die gesamte Reise begleitet. Für Uruguay ist die "Virgen de los Treinta y Tres", die Schutzpatronin des Landes, abgebildet. Peru ist durch den "Senor de los Milagros", der von der Bevölkerung verehrt wird, sowie durch die Zitadelle Machu Picchu und ein Vikunja als Symbol für den natürlichen Reichtum des Landes vertreten. Für Argentinien stehen die "Virgen de Luján", die Schutzpatronin des Landes, und der Obelisk von Buenos Aires als Wahrzeichen der Hauptstadt.
Predigt, die Papst Leo XIV. bei seiner ersten Messe in Uruguay im Parque París Londres in Paysandú am Samstag (7. November) gehalten hat, in ihrer offiziellen deutschen Fassung
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