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Kathpress-Jahresrückblick 2015 Oktober bis Dezember

Höhepunkte des kirchlichen Jahres 2015 in einem Kathpress-Jahresrückblick - Eine Chronologie in vier Teilen (4)
14.12.2015, 11:43 Uhr Österreich/Kirche/Katholiken/2015
Wien, 14.12.2015 (KAP) Was hat das Jahr 2015 für die katholische Kirche in Österreich und für die Weltkirche gebracht? Schlaglichter aus den Kathpress-Meldungen des heurigen Jahres bietet der folgende Jahresrückblick. Die gesamte Jahreschronik 2015 inklusive eines Kommentars von Kathpress-Chefredakteur Paul Wuthe ist unter www.kathpress.at/jahreschronik2015 abrufbar.

OKTOBER

1. Oktober - Erzbischof Georg Gänswein besucht das Stift Heiligenkreuz und enthüllt eine überlebensgroßen Bronze-Statue des emeritierten Papstes Benedikt XVI.

2. Oktober - Mit einem Friedenszug von den Salzach-Brücken zum Dom beginnt in Salzburg die traditionelle Aktionswoche "Offener Himmel" der Erzdiözese Salzburg. Bis 11. Oktober gibt es mehr als 200 Veranstaltungen. Die Palette reicht von Straßenaktionen, Kunstinstallationen, "himmlischen" Aufführungen des Landestheaters in der Kollegienkirche bis hin zum "Laufen mit dem Erzbischof".

4. Oktober - Mit einem Appell zur Barmherzigkeit und einem Bekenntnis zur Unauflöslichkeit der Ehe eröffnet der Papst in Rom die Weltbischofssynode über Ehe und Familie. Zum Auftakt ermutigt Franziskus die rund 270 Bischöfe, Kardinäle und Ordensobere und 70 Beobachter zu offenem Reden. Österreich ist mit Kardinal Christoph Schönborn, Bischof Benno Elbs sowie dem serbisch-orthodoxen Bischof Andrej Cilerdzic (als Ökumene-Gruppenmitglied) vertreten. Für mediale Aufregung sorgt das "Coming-Out" eines hochrangigen Mitarbeiters der Glaubenskongregation. Just am Tag vor Synodenbeginn fordert der Pole Krzysztof Charamsa via Zeitungsinterview eine grundlegende Öffnung der katholischen Kirche für gleichgeschlechtliche Paare.

5. Oktober - Offizielle Gründungsfeier der Fakultät für Philosophie und Kunstwissenschaft an der neuen "Katholischen Privatuniversität (KU) Linz".

6. Oktober - In Rom werden die 13 Sprachgruppen für die Synodenberatungen bekanntgegeben. Mit großer Aufmerksamkeit wird die hochkarätige Besetzung der deutschen Sprachgruppe verfolgt, die Kardinal Schönborn moderiert. Weitere Mitglieder der Kleingruppe sind u.a. die Kurienkardinäle Walter Kasper, Kurt Koch und Gerhard Ludwig Müller, die im Vorfeld der Synode in zentralen Fragen unterschiedliche theologische und pastorale Ansätze vertreten haben.

7. Oktober - Anlässlich des "Welttages für menschenwürdige Arbeit" bekräftigt die "Katholische Arbeitnehmer/innen Bewegung" Österreich (KABÖ) ihre Forderung nach einer Reduktion der Normalarbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche.

8. Oktober - Abtpräses Christian Haidinger, präsentiert sein biografisches Buch "Geh, wohin ich dich sende!". Bei der Buchvorstellung in Wien betont der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der heimischen Männerorden, dass er in Papst Franziskus den Hoffnungsträger für eine Kirche sehe, in der alle Menschen Platz haben.

10. Oktober - Dem im Mai von IS-Milizen verschleppten syrischen Priester Pater Jacques Mourad gelingt zusammen mit anderen Christen die Flucht aus der Geiselhaft. Mourad war Leiter des zerstörten syrisch-katholischen Klosters Mar Elian in Qaryatayn bei Homs.

11. Oktober - Die beiden Patriarchen Louis Raphael Sako (Bagdad) und Ignatius Yousef Younan (Beirut) fordern in Zeitungsinterviews eine Bodenoffensive gegen die Jihadistenmiliz IS.

12. Oktober - In Rom gibt es Wirbel um die Veröffentlichung eines Beschwerdebriefes an den Papst, in dem mehrere Kardinäle Sorge über eine Manipulation der Bischofssynode durch reformorientierte Kräfte äußern.

12. Oktober - Der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz warnt bei einer Tagung im deutschen Vallendar vor den Folgen einer Freigabe des assistierten Suizids. "Jede überzogene Autonomie, die die Tötung auf Verlangen einschließt, liefert die Kranken, die Angehörigen und auch Ärzte unweigerlich einem subtilen, nicht mehr überprüfbaren Druck aus", so der Bischof.

12. Oktober - Die katholische Kirche in Österreich trauert um einen ihrer profiliertesten Kirchenmusiker: Armin Kircher, langjähriger Leiter des Referates für Kirchenmusik der Erzdiözese Salzburg und maßgeblich am Österreichteil des neuen "Gotteslobes" beteiligt, stirbt völlig unerwartet im erst 49. Lebensjahr.

15. Oktober - An der Universität Wien beleuchten führende Theologen aus aller Welt - darunter auch aus Afrika, Asien, Nord- und Südamerika - das Apostolische Schreiben "Evangelii gaudium" und die Impulse des Papstes für Kirche und Theologie neuen Stils. Den Festvortrag bei dem dreitägigen Kongress hält der Jesuit Christoph Theobald.

15. Oktober - Der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl warnt im "Kathpress"-Interview anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Verabschiedung der Konzilserklärung "Nostra aetate" vor einem zunehmenden Antijudaismus in der österreichischen Gesellschaft und mahnt zugleich eine vertiefte Auseinandersetzung der Christen mit ihren jüdischen Wurzeln ein.

15. Oktober - Der Steyler Missionar P. Franz Helm ist neuer Generalsekretär der Superiorenkonferenz der österreichischen Männerorden.

17. Oktober - Papst Franziskus fordert bei einem Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Welt-Bischofssynode eine synodale Kirche auf allen Ebenen. Den Festvortrag bei der Feier im Vatikan hält Kardinal Schönborn. Die Bischofssynode sei der "privilegierte Ort der Interpretation und Umsetzung des Konzils", sagt der Wiener Erzbischof. Dabei gelte es am Jerusalemer Apostelkonzil Maß zu nehmen: "Reden wir weniger abstrakt und distanziert", appelliert der Kardinal an die Teilnehmer der Familiensynode.

17. Oktober - In Wien starten die österreichischen "Klimapilger" ihren 370 Kilometer langen "Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit" nach Salzburg. Sie wollen im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Paris ihre Solidarität mit jenen Menschen zum Ausdruck bringen, die vom Klimawandel am stärksten betroffen sind und auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam machen. Getragen und unterstützt wird der Pilgerweg von einem breiten Bündnis aus Organisationen der katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchen in Österreich.

18. Oktober - Papst Franziskus spricht mit Louis (1823-1894) und Zelie Martin (1831-1877) erstmals in der Geschichte der Kirche ein Ehepaar heilig, das nicht aus Hass auf den Glauben getötet wurde. Die französischen Eheleute sind die Eltern der heiligen Therese von Lisieux.

20. Oktober - Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) fordert im Anschluss an seine Vollversammlung legale Wege für Kriegsflüchtlinge in die EU und eine Neuordnung des Asylwesens in Europa.

20. Oktober - 154 hochrangige Religionsvertreter veröffentlichten einen gemeinsamen Aufruf zu einem entschlosseneren Kampf gegen den Klimawandel.

20. Oktober - Der syrisch-orthodoxe Patriarch Moran Mor Ignatius Aphrem II. eröffnet an der Universität Salzburg den weltweit ersten außersyrischen Universitätslehrgang für Syrische Theologie.

21. Oktober - Die Wiener Caritas veröffentlicht einen unter Anleitung externer Experten in dreijähriger Arbeit erstellten Bericht, der Fälle von psychischer, physischer und auch sexueller Gewalt dokumentiert, die Heimkinder und Jugendliche in der Vergangenheit in Caritas-Einrichtungen erfahren mussten.

21. Oktober - Die Sprachgruppen bei der Familiensynode in Rom veröffentlichen ihre Abschlussberichte. Die deutsche Sprachgruppe schlägt u.a. vor, dass für wiederverheiratete Geschiedene ein Priester im Gespräch mit dem jeweils Betroffenen klären soll, ob nach der Schließung einer weiteren Zivilehe "ein Zugang zu den Sakramenten möglich ist". Die Kardinäle und Bischöfe der Kleingruppe formulieren zudem ein bemerkenswertes Schuldbekenntnis und beklagen, dass die Seelsorge durch "harte und unbarmherzige Haltungen" oft Leid über Menschen gebracht habe.

22. Oktober - Die russisch-orthodoxe Kirche in Österreich hat mit Tichon (Zaitsew) einen neuen Bischof.

23. Oktober - Die Katholische Aktion der Diözese Linz kritisiert die Tatsache, dass keine einzige Frau der neuen Landesregierung in Oberösterreich angehört, als "Provokation".

23. Oktober - Der Papst kündigt die Gründung einer neuen vatikanischen Kongregation für Laien, Familie und Lebensschutz im Zuge der laufenden Kurienreform an.

23. Oktober - Der Katholische Laienrat warnt vor einer "ungesteuerten Einwanderung" und spricht sich für "befristetes" Asyl aus. In einer Aussendung würdigt das Forum der katholischen Laienorganisationen einerseits das vielfältige Engagement von Einzelpersonen und Zivilgesellschaft. Andererseits wird darauf hingewiesen, dass das Hilfsangebot nicht als "Einladung an viele weitere Flüchtlinge" dargestellt werden dürfe.

24. Oktober - Die Weltbischofssynode spricht sich in ihrem insgesamt 94 Abschnitte umfassenden Abschlussdokument u.a. für eine stärkere Integration wiederverheirateter Geschiedener in die kirchliche Gemeinschaft in Form von pastoraler Begleitung aus. Die Betroffenen dürften nicht alleingelassen werden und dürften sich keinesfalls exkommuniziert fühlen. Auf die heftig diskutierte Frage eines möglichen Kommunionempfangs für wiederverheiratete Geschiedene geht der Text nicht direkt ein. Allerdings befürworten die Teilnehmer einen Weg der "Gewissensbildung" im Gespräch mit einem Beichtvater. Dies solle zur "Bildung eines rechten Urteils darüber führen, was der Möglichkeit einer vollen Teilnahme am Leben der Kirche entgegensteht, und über Schritte, die dieser Teilnahme förderlich sind und sie wachsen lassen können". Ihren Abschlusstext übergeben die Synodalen dem Papst mit der ausdrücklichen Bitte, daraus ein Dokument über die Familie zu erstellen.

25. Oktober - Bei der Abschlussmesse der Synode ruft der Papst die katholischen Bischöfe zu mehr Realitätssinn auf. Sie müssten das sehen, "was wirklich los ist" und nicht nur das, "was wir sehen wollen". Ein Glaube, der nicht im Leben der Menschen verwurzelt sei, bleibe unfruchtbar und taub für die Probleme der Gegenwart.

25. Oktober - Die Botschaft der Synode liege für ihn weniger in konkreten Einzelaussagen, sondern darin, dass die katholische Kirche in der heutigen Zeit ein großes "Ja" zur Familie sage: Das betont Kardinal Schönborn zum Abschluss der Familiensynode. Für Österreich ortet der Kardinal Handlungsbedarf beim Ausbau der kirchlichen Ehevorbereitung, der Begleitung von Ehepaaren und bei einem verstärkten Fokus auf Familienpolitik. Gewinner und Verlierer habe es nicht gegeben, betont Bischof Elbs in einem Resümee in den österreichischen Kirchenzeitungen: "Die Synode hat es geschafft, in einer intensiven und breiten Diskussion gemeinsam und mit großen Mehrheiten den Weg weiter zu gehen, Türen offen zu halten."

25. Oktober - Der 57-jährige Wiener Heinz Lederleiter wird zum neuen Bischof der altkatholischen Kirche Österreichs gewählt. Er wird sein Amt im Februar 2016 antreten.

26. Oktober - Spitzenvertreter der katholischen Kirche aller Kontinente fordern ein "gerechtes und verbindliches Klimaschutzabkommen" und rufen in einem Appell dazu auf, den weltweiten Temperaturanstieg "strikt" zu begrenzen und bis 2050 die Umstellung auf eine Kohlendioxid-neutrale Wirtschaft festzuschreiben.

28. Oktober - Die Leiterin der Telefonseelsorge Wien, Marlies Matejka, wird bei der von der Tageszeitung "Die Presse" organisierten Wahl zur "Österreicherin des Jahres" in der Kategorie "Humanitäres Engagement" ausgezeichnet.

29. Oktober - Mit einer Gesamtauflage von 200.000 Exemplaren und bis zu 500.000 Lesern gehören die Kirchenzeitungen zu den beliebtesten Wochenzeitungen Österreichs. Im Herbst feiern viele dieser Zeitungen ihr 70-Jahr-Jubiläum. Spätestens 1941 wurden die kirchlichen Zeitungen von den Nazis verboten, nach Kriegsende bemühten sich die Verantwortlichen, die Kirchenpresse so rasch wie möglich wieder zu beleben.

29. Oktober - Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics wird bei der Herbstvollversammlung der EU-Bischofskommission ComECE zum Koordinator für Flüchtlingsfragen ernannt.

30. Oktober - Bischof Zsifkovics kündigt nach einem Diözesantag mit Dechanten, Seelsorgern und Experten das Konzept eines "pastoralen Weges" für seine Diözese an. Binnen eines Jahrzehnts sollen 40 jeweils mehrere Pfarren umfassende Seelsorgeräume entstehen, in denen die Gläubigen gemeinsam die verfügbaren Ressourcen nutzen

30. Oktober - Die aktuelle Flüchtlingssituation und die Armutsgefährdungsquote im Land stellt für die Caritas eine Herausforderung wie schon lange nicht dar: "Wir sind dies- und jenseits der Grenzen gefordert, im In- und Ausland, in Österreich wie im Libanon", erklärt Caritas-Präsident Landau zum Auftakt der diesjährigen Caritas-Inlandskampagne.

NOVEMBER

4. November - Zwei neue Bücher der italienischen Enthüllungsjournalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi über Misswirtschaft im Vatikan und Widerstände der Kurie gegen Papst Franziskus sorgen für internationales Aufsehen. Veröffentlicht werden darin auch vertrauliche Unterlagen und ein geheimer Audiomitschnitt, auf dem der Papst zu hören ist. Ein ranghoher vatikanischer Geistlicher, sein ehemaliger Mitarbeiter und eine italienische PR-Fachfrau sollen den Journalisten die interne Dokumente zugespielt haben. Ende November eröffnet der Vatikan in der Causa einen Strafprozess gegen die fünf Beteiligten wegen Geheimnisverrat.

4. November - Die europäische Gesellschaft ist nach wie vor auf christliche Werte angewiesen. Das postuliert der ehemalige deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Thierse zum Auftakt der internationalen Tagung "Religious Fundamentalism" an der Universität Wien. Gleichzeitig warnt er vor einem Zurückdrängen der Religion ins Private.

6. November - Nach zweijähriger Debatte beschließt der deutsche Bundestag ein Gesetz, das geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellt. Nahestehende Personen sind aber von der Strafandrohung ausgenommen. Die Spitzenvertreter der katholischen und der evangelischen Kirchen loben das Gesetz als "starkes Zeichen für den Lebensschutz und die Zukunft unserer Gesellschaft und ihren Zusammenhalt".

8. November - Ohne eine global gerechtere Güterverteilung und ohne gelebte Werte wird die gegenwärtige Flüchtlingskrise nur der Beginn eines Prozesses sein, bei der Europa nicht gewinnt: Diese Einschätzung gibt der Sekretär des Päpstlichen Rates "Cor Unum", Prälat Giampietro Dal Toso, beim ersten "Gipfel der Religionen" in St. Christoph am Arlberg ab.

9. November - Carla del Ponte, ehemalige Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes für die Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien sowie für den Völkermord in Ruanda, eröffnet mit einem Vortrag in Dornbirn die diesjährige Gedenkwoche zur Erinnerung an den vom NS-Regime ermordeten Provikar Carl Lampert. Ihr Appell: Auch wenn die weltweiten Kriegsverbrechen und Grausamkeiten scheinbar kein Ende nehmen, darf der Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenrechte niemals aufhören.

11. November - Das traditionelle Martinsfest in Eisenstadt ist heuer zugleich der Startschuss für das Jubiläumsjahr "1.700 Jahre Martin von Tours", das in der burgenländischen Diözese und in vielen anderen Ortskirchen der Welt begangen wird.

12. November - Die "Aktion Leben" feiert in Wien ihr 60-jähriges Bestehen.

13. November - "Wer Österreich liebt, spaltet es nicht." Mit diesem Appell wenden sich die österreichischen Bischöfe zum Abschluss ihrer Herbstvollversammlung an Politik und Zivilgesellschaft und mahnen konstruktive Lösungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise ein. Aufgezeigt wird auch das kirchliche Engagement im Flüchtlingsbereich: Statistisch wird jeder dritte Asylwerber in Österreich (21.000 Menschen) von der Caritas betreut. Möglich sei dieses große Engagement auch durch die Unterstützung von Klöstern, Ordensgemeinschaften, Pfarren und Diözesen, wird betont. Weitere Hauptthemen bei der Vollversammlung im Salzburger Stift Michaelbeuern sind die Ergebnisse der Familiensynode und die Papstenzyklika "Laudato si". Bis 2017 sollen alle Diözesen eine Klimaschutz- und Energiestrategie und dazugehörige Umsetzungspläne erarbeiten.

13. November - Wechsel an der Spitze des Schulamts der Österreichischen Bischofskonferenz: Josef Rupprechter, Direktor des "Katechetischen Amtes Salzburg", folgt als Vorsitzender des "Interdiözesanen Amtes für Unterricht und Erziehung" (IDA) Christine Mann nach, die in den Ruhestand tritt. Bereits im September hatte Mann nach 20-jähriger Dienstzeit die Leitung des Schulamts der Erzdiözese Wien an Andrea Pinz übergeben.

13. November - Islamisten töten bei Angriffen auf eine Konzerthalle, mehrere Bars und Restaurants sowie ein Fußballstadion in Paris 130 Menschen. Vertreter von Kirchen und Religionen verurteilen die Attentate scharf. Papst Franziskus spricht von "barbarischen Akten". "Religiös bedeutet menschlich. Dies ist nicht menschlich", sagt er in einem TV-Interview. Auch Spitzenvertreter der Kirchen in Österreich sind tief betroffen von den Ereignissen. In den Anschlägen manifestiere sich das "abgrundtief Böse", sagt Kardinal Schönborn. Um die richtige Antwort auf diese "Bewährungsprobe der europäischen Wertegemeinschaft" zu finden, sei Besonnenheit ebenso notwendig wie Entschlossenheit.

14. November - Glaubenspräfekt Kardinal Gerhard Ludwig Müller besucht die Theologische Hochschule in Heiligenkreuz. Anlass ist das 40-Jahr-Jubiläum des zur Hochschule gehörenden "Überdiözesanen Priesterseminars Leopoldinum Heiligenkreuz".

15. November - Papst Franziskus besucht die deutschsprachige evangelisch-lutherische Gemeinde in Rom. Für Verwirrung sorgt seine Antwort auf die Frage einer mit einem italienischen Katholiken verheirateten Protestantin nach einer möglichen Abendmahlsgemeinschaft. Manche Kommentatoren folgern aus den Worten Franziskus', er habe zur Interkommunion ermuntert. Stimmen aus dem Vatikan widersprechen einer solchen Deutung.

18. November - Papst Franziskus ernennt den Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer (60) zum neuen Bischof von Linz. Scheuer, ein gebürtiger Oberösterreicher, folgt auf Ludwig Schwarz (75), dessen altersbedingten Rücktritt der Papst gleichzeitig annimmt. Der Amtsübernahme wird für den 17. Jänner 2016 angekündigt.

19. November - Der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl nimmt in der Konzilsgedächtniskirche in Wien-Lainz den diesjährigen Kardinal-König-Preis entgegen. Die Kardinal-König-Stiftung ehrt den 84-Jährigen als "unermüdlichen Zeugen des Konzils und leidenschaftlichen Verfechter einer Kirche aus, die sich um die konsequente Umsetzung der epochalen Weichenstellungen des Konzils in den Alltag bemüht".

19. November - Das Wiener KAICIID-Dialogzentrum veranstaltet ein prominent besetztes Podiumsgespräch anlässlich des 50. Jahrestags der Konzilserklärung "Nostra aetate". Der Dialog ist für gläubige Menschen unabdingbar, betont Kardinal Schönborn bei der Veranstaltung mit zahlreichen international prominenten Vertreter aus Judentum, Christentum und Islam.

20. November - Zu einem "nicht blauäugigen, sondern realistischen Idealismus" im Umgang mit Flüchtlingen fordert der emeritierte Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari beim traditionellen Modestusfest in Maria Saal auf. In der aktuellen Situation bestehe sonst die Gefahr, dass die "höchst erfreuliche Welle von Solidarität und Empathie in der Zivilgesellschaft und besonders auch in den Kirchen" in Aggression und Depression umschlage.

21. November - Der ehemalige Präsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofs, Karl Korinek, erhält bei einer Feierstunde im Wiener Erzbischöflichen Palais den Kardinal-Innitzer-Preis 2015.

23.-25. November - Rund 500 Ordensleute und Mitarbeiter der Ordensgemeinschaften Österreichs kommen im Wiener Kardinal-König-Haus zu ihrer traditionellen Herbsttagung zusammen. Sie beraten dabei über aktuelle Entwicklungen im Spitals- und Pflegewesen, im Bereich der Ordensschulen, der Kulturgüter und in den Missionsorden. Impulse zur Tagung gibt u.a. der frühere Abt der Schweizer Abtei Einsiedeln, P. Martin Werlen. Thema sind auch die zahlreichen Hilfsangebote der Ordensgemeinschaften für Flüchtlinge. Bundes-Flüchtlingskoordinator Christian Konrad ruft bei der Tagung die Ordensleute auf, noch einmal auf Möglichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen in ihren Klöstern zu überprüfen.

23. November - Die von der Regierung beschlossene Senkung der Dienstgeberbeiträge für den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) sorgt für anhaltende Kritik bei Familienvertretern. Vertreter des Katholischen Familienverbands und anderer Familienorganisationen liefern bei einer Protestaktion vor dem Parlament symbolisch ihre "Kohle" ab.

23.-25. November - 70 Experten aus 30 Ländern diskutieren im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt über die Zukunft des Archivwesens. Schwerpunkt der vom Diözesanarchiv St. Pölten mitveranstalteten Tagung ist die geplante Kooperation des Internationalen Zentrums für Archivforschung (ICARUS) mit Archiven des Nahen Ostens. Für den Kongress kommt auch der irakische chaldäisch-katholische Patriarch Louis Raphael Sako nach Österreich. Einmal mehr ruft er die internationale Staatengemeinschaft auf, entschiedener gegen die IS-Terrormiliz vorzugehen.

24. November - Die neunjährige Talen Ihab Msleh aus einer arabisch-christlichen Familie entzündet in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem das diesjährige ORF-Friedenslicht. Zuvor war die Reise des heurigen oberösterreichischen "Friedenslicht-Kindes" ins Heilige Land aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Der zehnjährige Niklas Dumhart überreicht stattdessen am 16. Dezember dem Papst in Rom das Friedenslicht.

25. November - Die Kirche macht mit prominenten Stimmen gegen das Tabuthema Gewalt an Frauen und Kindern mobil: Kardinal Christoph Schönborn, Weihbischof Stephan Turnovszky, Superiorenkonferenz-Generalsekretär P. Franz Helm, die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, Veronika Pernsteiner, sowie zahlreiche andere Persönlichkeiten des kirchlichen Lebens beteiligen sich an der internationalen Kampagne "16 Tage gegen Gewalt".

25. November - Hunderte Trauergäste nehmen im Wiener Stephansdom Abschied von dem am 9. November im Alter von 85 Jahren gestorbenen Maler und Mitbegründer der "Wiener Schule des Phantastischen Realismus" Ernst Fuchs.

27. November - Julia Haller wird im Salzburger Bildungshaus St. Virgil mit dem Kardinal-König-Kunstpreis 2015 geehrt.

28. November - Vor dem Weltklimagipfel übergeben internationale Pilgerbewegungen in Paris an führende französische Politiker und UN-"Klimachefin" Christiana Figueres mehrere Petitionen. Der brasilianische Kardinal Claudio Hummes überreicht einen von knapp 1,8 Mio. Menschen unterzeichneten Aufruf. Der Text fordert u.a. mehr Hilfe für die ärmeren Länder, damit sie mit den Folgen des Klimawandels besser klarkommen. Die Übergabe ist auch Schlusspunkt des internationalen "Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit", bei dem Teilnehmer aus zahlreichen Ländern zuvor 20.000 Kilometer Richtung Paris zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt haben. Österreichs "Klimapilger" präsentieren in Paris ihren "Rucksack der Alternativen" - eine Sammlung innovativer Zugänge zu Klimaschutz "Made in Austria".

29. November - Die frühere Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRKÖ) und "Mutter der Ökumene" in Österreich, Oberin Christine Gleixner, stirbt 89-jährig in Wien. An ihrem Begräbnis am 17. Dezember in Wien nehmen u.a. Kardinal Schönborn, der orthodoxe Metropolit Arsenios und der evangelische Bischof Bünker teil. Am 18. Dezember findet zudem im Stephansdom ein Requiem statt.

25.-30. November - Papst Franziskus besucht erstmals Afrika. Zielländer sind Kenia, Uganda und - ungeachtet vieler Sicherheitsbedenken im Vorfeld - die Zentralafrikanische Republik. In einem Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi prangert der Papst in scharfer Form die Verelendung von Millionen Menschen an. Kleine Minderheiten horteten Macht und Reichtum und frönten egoistischer Verschwendung, während die wachsende Mehrheit in verwahrlosten und verseuchten Randzonen hausen müsse. In Uganda besucht der Papst nicht nur das Heiligtum der katholischen Märtyrer des Landes, sondern auch das der anglikanischen. Bemerkenswert ist auch das Treffen mit dem obersten Vertreter der Muslime in Kenia, einem Land, das besonders schwer von islamistischem Terror betroffen ist. In Bangui in der Zentralafrikanischen Republik besucht der Papst u.a. ein Flüchtlingslager und ruft die Konfliktparteien in dem Land, wo es große Spannungen zwischen Christen und Muslimen gibt, zum Frieden auf. Besonders symbolträchtig: In Bangui eröffnet der Papst schon gut eine Woche vor dem offiziellen Beginn in Rom das "Heilige Jahr der Barmherzigkeit".

DEZEMBER

1. Dezember - Im Zeichen der Debatte um den Umgang mit Aslysuchenden in Österreich steht der Adventempfang von Bundeskanzler Werner Faymann für Vertreter der Kirchen und Religionsgesellschaften. Asyl sei kein Gnadenakt, sondern ein Menschenrecht für Schutzsuchende, erinnert Kardinal Schönborn bei der Begegnung. Freilich brauche es dafür eine entsprechende rechtsstaatliche Prüfung. Die derzeitige Situation sei schwierig, aber durchaus bewältigbar.

3. Dezember - Die Künstlerin Catrin Bolt wird mit dem "Msgr. Otto Mauer Preis 2015" ausgezeichnet.

4. Dezember - Die Amtszeit des St. Pöltner Diözesanbischofs Klaus Küng wird vom Papst um ein Jahr verlängert. Gleichzeitig nimmt Franziskus das altersbedingte Ansuchen des Bischofs um Entpflichtung vom Amt "nunc pro tunc" (= "jetzt für später") an. Küng hatte am 17. September sein 75. Lebensjahr vollendet.

4. Dezember - Kardinal Schönborn, der koptische Bischof Gabriel und der örtliche Pfarrer unterzeichnen Verträge, mit denen eines der bekanntesten Gotteshäuser Wiens, die Kirche Maria vom Siege am Mariahilfer Gürtel, von der katholischen an die koptisch-orthodoxe Kirche übergeben wird.

4. Dezember - Die renommierte Wochenzeitung "Die Furche" feiert bei einem Festakt in Wien mit zahlreichen Gästen aus dem Medienwesen, aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Religion ihr 70-jähriges Bestehen. Grußworte gibt es u.a. von Bundespräsident Heinz Fischer. Der Pastoraltheologe Paul Zulehner appelliert in seinem Festvortrag, die heutige Angstgesellschaft erfordere "Beiträge zur geistigen Globalisierung, ohne dabei die eigenen kulturellen Wurzeln zu verlieren"

5. Dezember - Die Erzdiözese Wien lädt vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsströme erstmals zu einem Integrationstag. Im Wiener Kardinal-König-Haus gibt es Vorträge von Fachleuten und Workshops, am Abend spielen die Wiener Symphoniker im Stephansdom ein Benefizkonzert zugunsten der Caritas-Flüchtlingshilfe.

5. Dezember - "Die Wurzel des Krieges und der Gewalt liegt letztlich in der Verachtung des anderen Menschen": Das betont Bischof Manfred Scheuer bei einem religionspolitischen Podiumsgespräch zum Thema "Glauben in Zeiten des Terrors" an der Universität Innsbruck.

5. Dezember - Im Stephansdom feiert Kardinal Schönborn mit den unierten byzantinischen Katholiken einen Festgottesdienst zum 70-Jahr-Jubiläum des Ordinariats der griechisch-katholischen Kirche in Österreich.

8. Dezember - Der Papst eröffnet mit einem Festgottesdienst im Vatikan das "Heilige Jahr der Barmherzigkeit". Am Ende der Messe öffnet Franziskus die sonst geschlossene Heilige Pforte am Petersdom. Franziskus verzichtet dabei auf die symbolischen drei Hammerschläge, sondern stößt einfach die zwei Flügel des Portals auf. Im Heiligen Jahr sollten sich die Gläubigen die Haltung des barmherzigen Samariters zu eigen zu machen, fordert der Papst zum Auftakt des Jubeljahres. "Wir müssen die Barmherzigkeit dem Gericht voranstellen." In seiner Predigt ruft er am 50. Jahrestag des Konzilsendes 1965 auch zu einer weiteren Öffnung der Kirche für die Welt im Sinne des Zweien Vaticanums auf.

10. Dezember - Der Vatikan präsentiert 50 Jahre nach der Konzilserklärung "Nostra aetate" ein neues Dokument zur Beziehung mit dem Judentum. Das Schreiben trägt den Titel "Warum die Gnade und die Berufung Gottes unwiderruflich sind (Röm 11,29)".

12. Dezember - Trauer um Bernhard Rebernik: Der Präsident der Katholischen Aktion der Diözese Graz-Seckau stirbt überraschend im 74. Lebensjahr.

12./13. Dezember - Österreichs Bischöfe öffnen in den Domkirchen die "Heiligen Pforten" zum "Jahr der Barmherzigkeit". Auch in Dutzenden Wallfahrtsbasiliken und anderen dafür bestimmten Gotteshäusern im ganzen Land werden Pforten eröffnet, bei denen auch ein "Jubiläumsablass" erlangt werden kann.

13. Dezember - Papst Franziskus fordert die Staaten zur gewissenhaften Umsetzung des tags zuvor beschlossenen Pariser Klimaschutz-Abkommens auf. Der Präsident des Weltdachverbandes der Kirchenhilfswerke (CIDSE), Heinz Hödl, sieht in der Einigung von 195 Staaten zwar einen wichtigen Schritt, er vermisst aber "globale Klimagerechtigkeit für gefährdete Bevölkerungsgruppen".

16. Dezember - Den christlichen Glauben ernst nehmen hat zur Folge, jeden Menschen in seiner Würde anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Das betont der neue Militärbischof Werner Freistetter in seinem ersten Weihnachtshirtenbrief. Jeder Mensch, "egal aus welchem Motiv er seine Heimat verlässt oder verlassen muss", sei zuerst "als Mensch zu behandeln und als Mensch zu achten", mahnt er mit Blick auf die Flüchtlingsthematik.

16. Dezember - Der zehnjährige Mühlviertler Schüler Niklas Dumhart überreicht Papst Franziskus am Rande der Generalaudienz in Rom das Friedenslicht aus Bethlehem.

16. Dezember - Das katholische Medienwesen in der Diözese St. Pölten und in ganz Österreich trauert um "Medien-Prälat" Josef Eichinger. Der langjährige Herausgeber der "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN) und Vorsitzende des Aufsichtsrates des NÖ Pressehauses verstirbt wenige Wochen nach seinem 88. Geburtstag in einem Wiener Krankenhaus.

18. Dezember - "Gute Nachbarschaft braucht Solidarität bei Flüchtlingen": Mit diesen Worten erneuert Kardinal Schönborn in einem Beitrag in der "Kronen Zeitung" seine zuvor bereits in einem Interview des slowakischen Wochenmagazins "Tyzden" geäußerte Kritik an jenen EU-Ostländern, die sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen stellen.

18. Dezember - Der Heiligsprechungsprozess für Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu; 1910-1997) ist abgeschlossen. Der Vatikan gibt bekannt, dass Papst Franziskus per Dekret die Heiligsprechungskongregation beauftragt hat, das für die Heiligsprechung der albanischstämmigen Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin benötigte Wunder - eine medizinisch nicht erklärbare Heilung - zu bestätigen.

18. Dezember - Papst Franziskus besucht in Rom eine Obdachlosenunterkunft und Armenküche der Caritas und öffnet in der Sozialeinrichtung eine Heilige Pforte der Barmherzigkeit.

21. Dezember - Der Papst bekräftigt beim Weihnachtsempfang für die leitenden Vatikan-Mitarbeiter, dass "entscheidende Maßnahmen" zur Heilung der "Krankheiten" in der Kurie, die er vor einem Jahr anprangerte, weitergehen würden. "Die Reform wird mit Entschlossenheit, klarem Verstand und Tatkraft fortgeführt werden" sagt der Papst. Nach seiner von vielen als harsch empfundenen Kritik an der Kurie im vergangenen Jahr lobt er seine Mitarbeiter diesmal auch ausdrücklich.

23. Dezember - Papst Franziskus nimmt das Rücktrittsgesuch des aus Vorarlberg stammenden Bischofs von Altamira-Xingu, Erwin Kräutler (76), an und ernennt einen Nachfolger für die brasilianische Diözese. Kräutler, der die Prälatur am Xingu-Fluss seit 1980 leitete, gilt als Symbolfigur für das Engagement für die Rechte der Indigenen, durch Großgrundbesitz Vertriebenen, der Kleinbauern und Fischer Amazoniens und des Kampfes gegen die Umweltzerstörung durch Abholzung und Staudammbau.

24./25. Dezember - Österreichs Bischöfe erinnern in der Heiligen Nacht an die Aktualität der biblischen Weihnachtsgeschichte und rufen zu Solidarität mit Flüchtlingen auf. In jedem der tausenden Menschen auf der Flucht komme Jesus den Menschen selbst entgegen und bitte um Aufnahme, betont etwa der Linzer Bischof Ludwig Schwarz.

24. Dezember - Papst Franziskus wendet sich in seiner Predigt in der Christmette im Petersdom gegen einen ungehemmten Konsumrausch und fordert einen einfachen Lebensstil. Zugleich mahnt er mehr Mitleid, Einfühlungsvermögen und Barmherzigkeit in der Gesellschaft ein. Eine "Kultur der Gleichgültigkeit" werde oft erbarmungslos.
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