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Europas Kirchen: Schöpfungszeit als "Jubeljahr für Erde" begehen

Erklärung von Rat der Europäischen Bischofskonferenzen und Konferenz Europäischer Kirchen zum Auftakt der "Zeit der Schöpfung" am 1. September - Pandemie lässt erkennen, "dass wir nicht voneinander isoliert und die Bedingungen für menschliche Gesundheit und Wohlbefinden fragil sind"
25.08.2020, 14:17 Uhr Belgien/Europäische Union/Umwelt/Kirche/Ökumene/Schöpfungszeit/Europa
Brüssel, 25.08.2020 (KAP/KNA) Europas Kirchen rufen die Christen zur Teilnahme an der "Zeit der Schöpfung" vom 1. September bis 4. Oktober auf. "Wir laden Sie ein, die diesjährige Schöpfungszeit als Jubeljahr für die Erde zu feiern", erklärten der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) am Dienstag in Brüssel. Das biblische Konzept des Jubeljahres ziele auf ein Gleichgewicht zwischen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen, so CCEE-Präsident Kardinal Angelo Bagnasco und KEK-Präsident Christian Krieger. Dafür sollten sich die Christen einsetzen.

In diesem Jahr habe die Covid-19-Pandemie gezeigt, wie stark die Welt miteinander verbunden sei, so die Kirchen weiter. "Wir haben mehr denn je erkannt, dass wir nicht voneinander isoliert sind und dass die Bedingungen für die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden fragil sind." Die Auswirkungen der Pandemie zwängen die Menschen dazu, die Bedeutung nachhaltiger Lebensbedingungen auf der ganzen Erde ernst zu nehmen. Dies gelte umso mehr mit Blick auf die Umweltzerstörung und die Bedrohung durch den Klimawandel.

"Die Schöpfung ist ein Geschenk Gottes für die Menschheit und für alle Lebewesen", so Krieger und Bagnasco. "Es liegt daher in unserer Verantwortung, es als gute und zuverlässige Verwalter und als treue Diener Gottes zu schützen." Auch Papst Franziskus weise in seiner Umweltenzyklika "Laudato si" (2015) darauf hin. Gleichzeitig mahne der Papst einen neuen Dialog darüber an, wie die Menschen die Zukunft der Erde gestalten wollen.

Das Feiern des Schöpfungstages und der Schöpfungszeit habe eine bedeutende ökumenische Dimension, so die Kirchenvertreter weiter. "Während wir diese Tage feiern, blicken wir zurück und danken für den Vorschlag des verstorbenen Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. von 1989." Seitdem sei die Idee der Schöpfungszeit und ihr ökumenischer Geist von den von CCEE und KEK gemeinsam organisierten Europäischen Ökumenischen Versammlungen in Basel 1989, Graz 1997 und Sibiu 2007 bestätigt worden.

Dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gehören die Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenzen auf dem europäischen Kontinent an. In der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) haben sich 114 Kirchen orthodoxer, protestantischer und anglikanischer Traditionen aus ganz Europa zusammengeschlossen.

Kathpress-Themenpaket mit mehreren Meldungen zur kirchlichen Schöpfungszeit abrufbar unter: www.kathpress.at/schoepfungszeit
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