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Ball der Fußball-WM 2026
Fußball-WM
Bild Copyright: © Emmanuel Pernsteiner

WM-Spiel Deutschland gegen Curacao endete mit gemeinsamen Gebet

15.06.2026 10:35
USA/Glaube/Sport/Fußball
Deutsches Nationalteam jubelte über 7:1-Sieg - Spieler schlossen mit einem gemeinsamen Gebet
Houston, 15.06.2026 (KAP) Am Sonntag jubelte das deutsche Nationalteam nach seinem 7:1-Sieg gegen Curacao, doch der Abend endete mit einem gemeinsamen Lobpreis beider Mannschaften. Am Mittelkreis des NRG-Stadions in Houston versammelten sich nach dem Match mehrere Spieler beider Mannschaften, um gemeinsam zu beten. Die DFB-Profis Felix Nmecha (25) und Jonathan Tah (30) bildeten mit fünf Spielern Curacaos einen Mittelkreis, legten die Arme umeinander und senkten die Köpfe. "Wir sind im Spiel Gegner. Nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Wir haben einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir alle sehr dankbar sind", erklärte Nmecha später im Interview mit der ARD.

"Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns", freute sich Nmecha über den Sieg, "doch im Ganzen glauben wir, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird. Deshalb sind wir zusammengekommen und haben gebetet." Bereits vor dem Spiel war der Mittelfeldspieler mit einer Bibel in der Hand aus dem Mannschaftsbus zum Stadion in Houston gestiegen. Der Fußballprofi spricht ungewöhnlich offen über seinen christlichen Glauben. Nach dem Gewinn postete er auf Instagram Bilder mit der Bildunterschrift "thank you jesus".

Allerdings ist sein öffentlich gelebter Glaube auch Gegenstand von Kontroversen. Nmecha ist Mitglied des überkonfessionellen Netzwerks "Ballers in God", in dem Fußballer Glauben und Sport verbinden. Das Netzwerk steht teilweise für konservative bis fundamentalistische Werte. Nmecha geriet in die Kritik, nachdem er trans- und homophobe Inhalte auf Social Media geteilt hatte. Bei seinem Wechsel zu Borussia Dortmund protestierten deshalb Teile der Fans. Er löschte die Beiträge später und entschuldigte sich. Nmecha wies die Vorwürfe zurück und erklärte wiederholt, er liebe und respektiere alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung.

Aus Anlass der Fußball-WM hat Kathpress ein Themen-Dossier mit Meldungen und Hintergründen veröffentlicht, das laufend aktualisiert wird. Das Dossier ist verfügbar unter: www.kathpress.at/wm2026
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